Fridays for Future
: Mehr als 200 Menschen bei Schülerdemo in Oranienburg

Erstmals haben sich Schüler am Freitag auch in Oranienburg versammelt, um mehr Engagement für den Klimaschutz einzufordern.
Von
Klaus Grote
Oranienburg
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Für mehr Klimaschutz wurde am Freitagnachmittag vor dem Schloss Oranienburg demonstriert.

Klaus D. Grote

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„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“, riefen die Demonstrationsteilnehmer immer wieder. Auf ihren selbstgemalten Plakaten forderten sie den Ausstieg aus Kohle– und Atomenergie, Tempolimits und weniger Plastikmüll. "In meiner Straße rieche ich fast nur noch Abgase“, sagte der zehnjährige Laurenz Schrader, der mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Leander ein Transparent hielt, auf dem sie Tempo 30 für Innenstädte forderten.

Martin Zill, Lehrer am Oranienburger Georg–Mendheim–Oberstufenzentrum hatte den Politikunterricht der elften Jahrgangsstufe auf den Schlossplatz verlegt. Wer nicht an der Demo teilnahm musste dennoch nicht mit einer Fehlstunde rechnen.

Marie Glowacki und Mathea–Grete Krohn hatten in einer kurzen Ansprache zum Handeln aufgefordert. Mathea–Grete  verglich darin die Menschen mit Wassertropfen. Sie alle zusammen könnten zu einem Wasserfall werden. "Wenn jeder etwas tut, dann können wir die Welt verändern“, sagte sie. Und die zehnjährige Marie rief ins Megafon: „Lasst uns die Erde zu einem besseren Ort machen!“ Von den Erwachsenen forderte sie: „Ihr sollt auch was tun für eure Kinder! Wir sind ja der blaue Planet und nicht der vermüllte Planet.“

Als die Kundgebung nach knapp einer Stunde endete, hätten einige Kinder gern noch weiterdemonstriert.