Fridays for Future
: Wieder hunderte bei Klimaschutzdemo in Oranienburg

Rund 350 Menschen sind am Freitag in Oranienburg für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Unterstützung erfahren die jugendlichen Initiatoren zunehmend auch von Erwachsenen.
Von
Tilman Trebs
Oranienburg
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Demo durch Oranienburg: Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer grob auf rund 350.

Tilman Trebs

„Was immer das Klimakabinett heute verkündet, es wird nicht das sein, was ist, um die Welt zu retten“, sagte der Sprecher der Oberhaveler Fridays–for–Future–Bewegung Tobias Fiedler bei der Auftaktkundgebung am Oranienburger Bahnhof.

Auch die Vorsitzende der Lokalen Agenda in Oranienburg, Birgit Kodian, forderte deutlich mehr Engagement der Politik. "Die Folgen des Klimawandels sind auch schon bei uns in Oranienburg zu sehen und zu spüren.“ Bäume würden von oben vertrocknen, Autofahrer kaum noch Insekten auf ihren Windschutzscheiben sehen. "Badende gehen über trockene Uferstreifen in die Seen und viele Feuerwehrleute mussten zuletzt an ihre Grenzen gehen, weil sie es mit Bränden, Stürmen oder Hochwassersituationen zu tun bekamen.“ Etwa 30 Prozent der deutschen Waldbestände seien inzwischen krank. "Es ist deshalb gut und wichtig, die Jugend in ihren Forderungen zu unterstützen, das Ruder endlich herumzureißen.“

Erstmals waren am Freitag Berufstätige aufgerufen, sich an den Streiks zu beteiligen und die Arbeit für den Klimaschutz niederzulegen. Die Arbeit in den Betrieben der Region kam zwar nicht zum Erliegen. Dennoch reihten sich auch zahlreiche Erwachsene in den Demozug mit ein. „Die Jugend kann schaffen, was unsere Generation nicht gepackt hat, ein echtes Bewusstsein für den Klimaschutz zu wecken“, sagte der Schmachtenhagener Unternehmer Torsten Pfeil. Selbst die Polizei zeigte Sympathien. Als ein kleines Mädchen am Rande der Demo einen Beamten fragte, wofür hier demonstriert wird, antwortete er: „Für das Klima, damit ihr auch eine Zukunft habt.“