Fußball
: „Ganz ohne geht es eben nicht“

Mit seinem ehemaligen Glienicker Team-Kollegen überbrückt Steven Puhlmann die aktuell fußballlose Zeit mit Fifa-Partien an der PlayStation. Auf ein Debüt-Turnier sollen weitere folgen.
Von
Steffen Kretschmer
Glienicke
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  • Jubel gewohnt: Steven Puhlmann (hier links mit seinem ehemaligen Mitspieler Pierre Henkel) erzielte für seinen Ex-Verein Fortuna Glienicke viele Treffer. Aktuell geht der vereinslose Angreifer in der virtuellen Fußballwelt auf Torejagd.

    Jubel gewohnt: Steven Puhlmann (hier links mit seinem ehemaligen Mitspieler Pierre Henkel) erzielte für seinen Ex-Verein Fortuna Glienicke viele Treffer. Aktuell geht der vereinslose Angreifer in der virtuellen Fußballwelt auf Torejagd.

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  • Sehr beliebt: Die Fußballer zocken Fifa auf der PS4.

    Sehr beliebt: Die Fußballer zocken Fifa auf der PS4.

    Steffen Kretschmer
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Spontane Aktion

Der ehemalige Offensivspieler des Landesligisten BSC Fortuna Glienicke war vor einigen Tagen mit seinem früheren Team-Kollegen Dave Hindenburg in die virtuelle Fußballwelt abgetaucht, um ein Fifa-Turnier auf die Beine zu stellen. Das Fazit der beiden: „Es war einfach richtig gut und hat wunderbar funktioniert.“ Steven Puhlmann spricht von einer „spontanen Aktion, die wir aber sicher wiederholen werden. Vielleicht schon in zwei Wochen. Möglicherweise gibt es dann auch noch Pokale, um das alles noch ein wenig ernster anzugehen. Letztlich dreht sich aber alles um den Spaß, und der soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Wir wollten einfach mal reinschnuppern, und es ist wirklich interessant, auf diese Weise gegen andere anzutreten“.

Wie Puhlmann und Hindenburg, so nutzen viele Kicker die derzeit fußballfreie Zeit im Ligaspielbetrieb, um sich mit anderen auf virtueller Ebene zu messen. Auch der Landesverband Brandenburg hatte kürzlich ein Turnier organisiert, um ein Angebot für die Spieler zu schaffen. Auch wenn er selbst derzeit vereinslos ist und die Corona-Pandemie daher sportlich gesehen nicht so sehr bei ihm ins Kontor schlägt, sagt Steven Puhlmann, „dass es ganz ohne Fußball eben einfach nicht geht. Ich spiele Fifa zwar nicht mehr ganz so oft wie vielleicht die Jüngeren, aber es macht einfach richtig Laune. Ich probiere auch auf der PlayStation richtig Fußball zu spielen und schnell nach vorne zu kommen“.

Genau diese Marschroute verfolgte er auch seit der Saison 2015/2016 bei Fortuna Glienicke. Im Winter hatte sich der Landesligist jedoch vom 32-Jährigen getrennt. „Es hat nicht mehr gepasst“, so Puhlmann. Der zeitliche Aufwand sei für ihn nicht mehr machbar gewesen und "der Verein ist dann diesen Schritt gegangen“. Das Ende der Laufbahn soll dies jedoch noch lange nicht gewesen sein. "Ich hatte zwar in den vergangenen Jahren immer wieder großes Verletzungspech, bin aber noch spritzig. Zwei, drei aktive Jahre möchte ich schon noch hinbekommen. Ich höre auf keinen Fall auf. Dafür bin ich zu verrückt.“ Eine Rückkehr in den brandenburgischen Spielbetrieb wird es für ihn aber wohl vorerst nicht geben. „Wenn ich wieder auflaufe, wird es höchstwahrscheinlich in Berlin sein.  Der Grund dafür ist recht einfach: Es wird dort sonntags gespielt“, sagt Steven Puhlmann, dem bereits zwei lose Anfragen vorliegen.

Zur Person

Steven PuhlmannAlter: 32 JahrePosition: AngriffLetzte Vereine: Puhlmann war im Winter der Saison 2015/16 vom damaligen Berliner Landesligisten FC Concordia Wilhelmsruh nach Oberhavel zum BSC Fortuna Glienicke in die Kreisliga gewechselt. In den Folgejahren hatte er mit seinen Toren großen Anteil an teils sehr erfolgreichen Spielzeiten des Vereins. Der gemeinsame Weg ging bis in die Landesliga.In 59 Spielen für die Fortuna traf Steven Puhlmann 49 Mal.