In dieser Woche soll die Beseitigung der ausgebrannten Bootswracks abgeschlossen werden. Weiter hat der Landkreis verfügt, besonders stark kontaminierte Bereiche vor Regenwasser zu schützen, damit die gefährlichen Stoffe nicht noch schneller ins Erdreich eindringen. Denn das Bootslager liegt in der Trinkwasserschutzzone für das Wasserwerk Stolpe. Bereits am Brandtag ist die Förderung auf der Havelinsel bis auf Weiteres gestoppt worden. Zu Versorgungsengpässen kommt es aber nach Angaben der zuständigen Berliner Wasserbetriebe nicht.
Vermutlich werden Teile des Geländes mit einem Zelt abgedeckt werden müssen, so Smentek. Folien seien nicht geeignet. Bürgermeister Stephan Zimniok hofft, auf die Zelte gar nicht erst zurückgreifen zu müssen. Er plant, das verunreinigte Erdreich möglichst schnell abzutragen.
Wer die Kosten für den Zeltschutz und den Erdaustausch auf dem ausgebrannten Bootslagerplatz übernimmt, ist nach Einschätzung von Mirko Smentek vom Liegenschaftsamt der Gemeinde noch offen. "Wir müssen das Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen abwarten". Die Kripo war fünf Tage nach dem Brand mit einem Sachverständigen vor Ort. Derzeit werden die Besitzer der Boote befragt. Wann die Ermittlungsergebnisse vorliegen, ist unklar.
Am 15. November sind mehr als 20 Boote durch ein Feuer zerstört worden. Bislang ist die Ursache unklar. Spekuliert wird über einen technischen Defekt an einem Batterieladegerät in einem der Boote. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Einige Mitglieder-Familien sind mehrfach betroffen. Teilweise haben sie alle ihre Boote verloren.
Welche Konsequenzen der Brand für die Existenz des Vereins hat, ist offen. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 8. Dezember soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Der Verein und Bürgermeister Stephan Zimniok haben zu Spenden aufgerufen, um das Vereinsleben aufrechterhalten zu können.