Großeinsatz
: Explosion in Hohen Neuendorfer Wohnhaus – zwei Tote

Ein Mehrfamilienhaus in Hohen Neuendorf ist am Sonnabendvormittag zerstört worden. Zwei Personen wurden getötet.
Von
Jürgen Liebezeit
Hohen Neuendorf
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  • Das Haus an der Karl-Marx-Straße wurde durch die Explosion zerstört. Die Mieterin Jennifer Höbold (Foto), die im Obergeschoss eine Wohnung hatte, wurde im Bett von der Explosion überrascht. Sie musste von der Feuerwehr mit einer Leiter aus dem zerstörten Haus geholt werden. Der Treppenaufgang wurde völlig zerstört.

    Das Haus an der Karl-Marx-Straße wurde durch die Explosion zerstört. Die Mieterin Jennifer Höbold (Foto), die im Obergeschoss eine Wohnung hatte, wurde im Bett von der Explosion überrascht. Sie musste von der Feuerwehr mit einer Leiter aus dem zerstörten Haus geholt werden. Der Treppenaufgang wurde völlig zerstört.

    privat
  • Das Haus an der Karl-Marx-Straße wurde durch die Explosion zerstört.

    Das Haus an der Karl-Marx-Straße wurde durch die Explosion zerstört.

    privat
  • Auch auf der Vorderseite des Hauses sind beträchtliche Schäden am Gebäude zu erkennen.

    Auch auf der Vorderseite des Hauses sind beträchtliche Schäden am Gebäude zu erkennen.

    Jürgen Liebezeit
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Bei den Toten handelt es sich zum einen um eine 60-jährige Hausbewohnerin. Zum anderen wird vermutet, dass auch der zweite Tote ein 40-jähriger Hausbewohner ist. Ein solcher war dort nach Angaben der Polizei jedenfalls gemeldet. „Eine genaue Identifizierung war aufgrund der Schwere der Verletzungen noch nicht möglich. Da müssen wir die Obduktion abwarten“, so der Polizeisprecher. Gefunden worden war die Person am späten Abend, nachdem mit dem Abbruch des einsturzgefährdeten Hauses begonnen worden war. Mehrere Hunde einer anforderten Rettungsstaffel hatten an einem bestimmten Ort angeschlagen.

Um 11.10 Uhr war das Unglück am Sonnabend gemeldet worden. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an Rettungskräften aus den drei Ortsteilen der Stadt Hohen Neuendorf und aus Birkenwerder an. Zeitweise waren gut hundert Rettungskräfte vor Ort im Einsatz. Auch der Katastrophenschutz des Landkreises, das DRK, das THW und die Berliner Feuerwehr halfen in Hohen Neuendorf. Zudem wurde ein Notfallseelsorger gerufen.

Zwei Rettungshubschrauber wurden geordert. Eine schwerstverletzte Person musste ins Unfallklinikum nach Berlin-Marzahngeflogen werden. Sie liegt nach wie vor im Koma, der Zustand ist nach Angaben der Polizei „kritisch“.

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Während der Explosion befanden sich von den gemeldeten sieben Bewohnern sechs und eine weitere Person im Haus. Der siebente Bewohner kam nach Hause, als der Einsatz schon lief „Er war total aufgelöst“, berichtet Polizeisprecher Stefan Rannefeld. Die Bewohner des Hauses sowie die Angehörigen werden von der Notfallseelsorge betreut. Die überlebenden Mieter kamen bei Bekannten und Verwandten sowie in einem Hotel unter, so Stadtsprecherin Ariane Fäscher.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa wurden aus Sicherheitsgründen zwei benachbarte Häuser evakuiert. Der Umkreis um das Haus wurde weiträumig abgesperrt. Die Berufsfeuerwehr Berlin unterstützte den Einsatz mit Personal und Technik. Rund um das Gelände wurden die Medien, also Strom, Gas und Wasser abgeschaltet, um das Haus abtragen zu können. Am frühen Morgen des Sonntags war nur noch ein Schuttberg vorhanden. Die Karl-Marx-Straße wurde inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben.

Zur Ursache der Explosion konnten auch am Sonntag noch keine Angaben gemacht werden. „Es gab eine Explosion. Was sie ausgelöst hat, das wissen wir nicht. Die Ermittler sind vor Ort, um die Unglücksstelle und Spuren zu sichern“, so Rannefeld. Aufgrund der schwierigen Bergungsarbeiten, um den Schuttberg des Hauses abzutragen, rechnet er mit ersten Hinweisen erst im Laufe der Woche. „Für die Ermittler ist wichtig, in den Keller des Hauses zu gelangen, um gezielt nach Ursachen der Explosion suchen zu können“, so Rannefeld.

Die StadtHohen Neuendorf hat inzwischen auf ihrer Homepage ein Spendenkonto zur Unterstützung der Opfer eingerichtet. Wer helfen möchte, kann Einzahlungen auf das folgende Konto der Stadt bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse vornehmen:

IBAN:

DE68 1605 0000 3704 0485 09

Kennwort:

„Hohen Neuendorf hilft“

Gebeten wird, keine Sachspenden anzubieten. Der Grund ist simpel. Wohin sollen die Betroffenen diesen bringen?