Handball
: Trainer fordert beim OHC-Heimdebüt Dominanz

Christian Pahl hat im Heimspiel des Oranienburger HC wohl alle Spieler zur Verfügung. Gegner HSV Hannover verlor zuletzt vier Spiele am Stück.
Von
Stefan Zwahr
Oranienburg
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Auch in der vergangenen Saison traf der Oranienburger HC am zweiten Februar-Wochenende in eigener Halle auf den HSV Hannover. Die Oberhavel-Kreisstädter (am Ball Robin Spickers) gewannen mit 24:21.

Karsten Schirmer

Sieben Wochen ohne Heimspiel

Im Training sei der Mannschaft laut Trainer Christian Pahl nicht anzumerken, dass sie nach drei Auswärtsspielen in Folge endlich mal wieder in der heimischen Umgebung um Punkte spielen darf. „Die Einheiten laufen nach den ähnlichen Automatismen ab. Wir wissen um die Bedeutung des Spiels und freuen uns, dass es ein Heimspiel ist. Ich hoffe auf eine gut gefüllte Halle. Das kann uns helfen.“

Serie von Gastauftritten

Seit Jahresbeginn waren die OHC-Handballer in drei Auswärtsspielen gegen Altenholz (27:34), die Füchse Berlin II (30:32) und Hamburg Barmbek (24:22) gefordert, holten dabei zwei Punkte. „Wir hätten aus diesem Programm mit null Punkten, aber auch mit vier Punkten rausgehen können“, betont der Coach. „Ich hätte mir natürlich mehr gewünscht, weil wir dann eine noch bessere Position in der Tabelle hätten.“ In Altenholz habe das Team eine gute erste Halbzeit gespielt. „Wir müssen führen, verlieren dann aber zwischenzeitlich den Faden und bestrafen uns selbst. Wir standen nicht so schlecht in der Abwehr, wie es am Ende aussah.“ In Berlin habe man ein gutes Auswärtsspiel gemacht, „auch für den Kader, den wir zur Verfügung hatten. Ich bin nicht unzufrieden, wie wir gespielt haben.“

Die Sache mit dem Matchglück

Für ihren Aufwand sei die Mannschaft nicht belohnt worden. „Wir haben nicht dieses Matchglück wie am letzten Wochenende. Da war nicht alles total gut.“ Es gehe oft um Kleinigkeiten. „Gegen die Füchse gehen zehn von zehn Abprallern zum Gegner, am Wochenende neun zu uns. Dieses Glück musst du erzwingen und brauchst es, um enge Spiele zu gewinnen. Und du brauchst die Bereitschaft, und die hatten wir.“

Die kommenden Gegner

Dem anstehenden Heimspiel gegen den HSV Hannover folgt das Gastspiel gegen die HSG Ostsee. „Beide Mannschaften sind massiv angeschlagen“, bemerkt Pahl. Die Niedersachsen kassierten vier Niederlagen in Folge, zuletzt gegen Barmbek (25:29) und im Derby gegen Burgwedel (20:35). „Vor allem nach der Niederlage gegen Burgwedel werden sie sich viel vornehmen“, so Pahl. Wo die Gründe für die Negativserie der Niedersachsen liegen würden, sei von außen schwer zu beurteilen. Personeller Natur seien die Probleme aber nicht. „Das dachte ich auch erst. Aber es ist nicht so. Barmbek hatten sie auch 40 Minuten gut im Griff.“ Wichtig sei, gegen diesen Gegner nicht in Panik zu geraten, wenn man in Rückstand gerät. „Das ist ihnen passiert. Alles, was sie gut gemacht haben, war dann nicht mehr so gut.“

Trainer sieht positiven Trend

In der Hinrunde sei dem OHC „oft zum Verhängnis geworden, dass wir nach einem Rückstand hektisch geworden sind. In so einer Phase machst du noch mehr Fehler und der Gegner kann sich absetzen. Seit dem Hinspiel gegen Hannover (28:31) haben wir von der Entwicklung her sehr gute Spiele gemacht. Wenn auch nicht alle Spiele gewonnen wurden, war die Art und Weise besser.“

Die Herangehensweise

Die Marschroute für das elfte Heimspiel der Saison sei klar. „Wir dürfen Hannover nicht den Finger geben und müssen von Beginn an demonstrieren, dass wir ihnen keine Chance lassen. Wir müssen das Geschehen diktieren, dominant auftreten und ihnen unser Spiel aufdrücken.“

Personelle Situation

Viele verletzte Spieler kehrten zuletzt zurück. Pahl: „Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass wir mal den kompletten Kader zur Verfügung hatten.“ Das würde aber auch Gefahren in sich bergen. "Wir müssen aufpassen, dass kein Spieler nachlässt. Jeder muss weiter Verantwortung übernehmen. Das ist elementar. Sobald jemand glaubt, Verantwortung von sich schieben zu können, wird es schiefgehen.“ Der Übungsleiter berichtet, dass bei Dominik Kehl und Aaron Krai die abschließenden Belastungsproben abgewartet werden müssen. „Und selbst wenn beim Spiel alle auf dem Protokoll stehen, ist nicht gesagt, dass alle auch voll einsatzfähig sind.“