Die Wohnungen, Balkone und  Treppenhäuser sind schon begehbar, erste sanitäre Anlagen erkennbar. "Eine Besonderheit ist das halbe Zimmer", so Kretzschmar. In den vergangenen Jahrzehnten sei es ein wenig in Vergessenheit geraten. "Aber jetzt kommt es wieder in Mode. Es ist eine gute Lösung und passt in die Zeit – sei es, dass der Partner schnarcht, sei es als Homeoffice." 54 Mietwohnungen entstehen auf vier Geschossen, die bequem mit dem Fahrstuhl zu erreichen sind, darunter viele Zweieinhalb- und Dreizimmerwohnungen. Es wird 43 Außenstellplätze für Autos und 138 Radstellplätze geben. Wichtig sei den Interessenten die Effizienz der Grundrisse, so Kretzschmar. Die Nettokaltmiete betrage zwischen 8,50 und 12,30 Euro, sagte er auf Nachfrage und bedauerte gleichzeitig, "dass Mieter immer nur auf die Nettokaltmiete gucken: Denn bei uns sind die Nebenkosten niedrig." Die Wohnungen werden mittels Blockheizkraftwerk über die Fußböden beheizt.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium lege gerade ein 700-Millionen-Euro-starkes Konjunkturprogramm "Holz und Wald" auf. Davon sollen 100 Millionen Euro in die Förderung von Häusern in Holzbauweise fließen. Das werde derzeit vor allem für den Einfamilienhausbaubereich interessant, erfuhr Feiler von Fachmann Kretzschmar. "Da hilft Förderung, denn Holzbauweise ist noch recht teuer."
Stimmen aus der Fachbranche zu hören, sei ihm wichtig, erklärte Uwe Feiler. Hohen Neuendorf sei in puncto Wohnungsneubau eine interessante Stadt mit abwechslungsreicher Bauweise.
"Es freut mich außerdem mega, dass ich überhaupt wieder unterwegs sein darf", sagt Uwe Feiler, der traditionell die parlamentsfreie Zeit für seine Touren nutzt. Wie die Gewerbetreibenden in seinem Wahlkreis Corona überstehen, fragt er an diesem Freitag noch bei der Großküchentechnik Kunkel in Hohen Neuendorf und beim Joynes Sportclub Birkenwerder nach, von wo ihn sogar schon ein Brief erreicht hatte.
Auf der Bergfelder Baustelle hat Corona bisher wenig Auswirkungen gezeigt. "Wir hatten zum Glück bisher keinen Fall. Verzögerungen gab es höchstens bei einigen Materialien, die zugeliefert werden müssen", sagt Bauleiterin Daniela Zaika, die sich gedanklich auch schon mit dem Neubau auf der anderen Seite der Bundesstraße beschäftigt.
Im September sollen die Wohnungen bezugsfertig sein, ab Oktober könnte gegenüber weitergebaut werden. Mit 157 Wohnungen plus Tiefgarage und Supermarkt fällt dieses Gebiet noch um einiges größer aus.