Ein völlig neues Sicherheitsgefühl haben Radfahrer, die jetzt im Dunkeln den Radweg zwischen Bergfelde und Birkenwerder nutzten. Die Strecke entlang der viel befahrenen B 96 a ist seit kurzem beleuchtet.

Idee schon drei Jahre alt

Das Projekt geht auf fünf ähnlich lautende Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt der Stadt aus dem Jahr 2018 zurück. Sabine Cordes mit ihren Töchtern Florentine und Emma, Familie Nehmert sowie Lutz Feyerabend reichten die Idee ein, den Radweg mit Straßenlaternen auszustatten. Sie alle fühlten sich unsicher, wenn sie mit dem spärlichen Licht ihrer Fahrräder auf dem Radweg unterwegs waren. „Das ist jetzt viel besser“, sagte die zwölfjährige Florentine am Mittwoch bei der offiziellen Inbetriebnahme.

Grundsatzentscheidung war nötig

Allerdings hat die Umsetzung des Vorschlags fast drei Jahre gedauert. Es wurden nach der umfangreichen Planung entlang der etwa einen Kilometer langen Strecke nicht nur Stromleitungen verlegt, 27 Masten errichtet und eine Zähleranschlussäule aufgestellt. Es musste zuvor auch eine politische Grundsatzentscheidung über die Art der Leuchte getroffen werden. Insgesamt investierte die Stadt nach Angaben von Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) 113.200 Euro.
Die Straßenlampen, die seit 21. Oktober in Betrieb sind, werden automatisch morgens von 6 bis 8 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr angeschaltet. In der Zeit zwischen 18 Uhr und 6 Uhr darf aus Naturschutzgründen die Farbtemperatur eine bestimmte Grenze nicht überschreiten.
Da der Lampenvorschlag gut zwei Drittel des Budgets verschlang, wurden die Regeln für den Bürgerhaushalt geändert. Seit 2019 darf ein Vorschlag maximal 30.000 Euro kosten.
Bis auf drei Vorschläge sind alle Projekte aus dem Bürgerhaushalt 2018 jetzt umgesetzt. Das Klettergerüst für die Borgsdorfer Schule wird aufgestellt, wenn das Gelände umgestaltet wird. Die Reinigung der Wälder in den Stadtteilen steht noch auf der Liste. Hier sind versicherungsrechtliche Gründen noch nicht abschließend geklärt. Einen neuen Tannenbaum auf dem Rathausplatz wird es wie vorgeschlagen nicht geben. Allerdings ist eine Hülse in den Boden eingelassen, in der dieses Jahr aber kein Baum, sondern eine beleuchtete Pyramide steckt.

Eine Lampe fehlt noch

Kurz vor Birkenwerder gibt es übrigens noch eine „Licht-Lücke“ am Radweg. Weil am Ortseingang eine neue Verkehrsinsel geplant ist, wird die letzte Lampe nach Abschluss der Bauarbeiten aufgestellt. Die Maßnahme wird voraussichtlich nächstes Jahr realisiert.