Infrastruktur
: Oranienburg steckt jährlich 2,3 Millionen Euro in kommunale Gebäude

Vor allem in den Ferien veranlasst die Stadt Maßnahmen der Bauunterhaltung in Schulen und anderen stadteigenen Gebäuden.
Von
Friedhelm Brennecke
Oranienburg
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Geld kosten nicht nur Neubauten wie hier an der Havelschule. Auch die Unterhaltung bestehender Gebäude geht ins Geld.

Friedhelm Brennecke

Die Stadt investiert aber nicht nur in die Erweiterung und den Neubau von Kitas und Schulen. Beträchtliche Summen werden Jahr für Jahr auch in die Unterhaltung der Bauten gesteckt. "Dafür haben wir pro Jahr 2,3 Millionen Euro zur Verfügung“, sagt Heidrun Gassan, die Leiterin des Amtes für Grundstücks– und Gebäudewirtschaft. Die Summe wird bei steigendem Bedarf wohl noch aufgestockt werden müssen.

Malern in den Ferien

Meist seien es Kleinigkeiten, die es in den zahlreichen Gebäuden zu reparieren oder auszutauschen gelte. Aber auch Malerarbeiten stehen von Zeit zu Zeit an. In der Jean–Clermont–Oberschule in Sachsenhausen wurden in den Ferien zwölf Klassenräume gemalert. Weitere Räume folgen in den Herbstferien. Der Schule und ihren Nutzern spricht Heidrun Gassan ein großes Kompliment aus. Denn nach dem Umbau und der Sanierung des Gebäudes vor zwölf Jahren sei es das erste Mal, dass die Maler Hand anlegen mussten.

Das sei mittlerweile zwar wirklich nötig, zeige aber auch, dass dort pfleglich mit dem Eigentum der Stadt umgegangen werde. Längst nicht überall seien derart lange malerfreie Intervalle zu verzeichnen.

Im Bürgerhaus Zehlendorf werden die Flure neu gemacht und im Schlossinnenhof die Treppenaufgänge. Im Kulturhaus Lehnitz wurde die Decke über der Bühne gedämmt und instand gesetzt. Im September soll die Blumenhalle im Schlosspark einen neue Verschattung bekommen. Die alten Lamellen zerbröseln nach mehr als zehn Jahren so langsam vor sich hin.

Die Zimmerarbeiten zur Stabilisierung der Dachbalken auf dem Parkflügel des Schlosses gehen in ihre letzte Runde, weiß Heidrun Gassan. „Die Balken bekommen jetzt noch eine Maskierung“, sagt sie. Das habe nichts mit Corona zu tun, sehr wohl aber damit, dass die einst mit einem Holzschutzmittel gestrichenen Balken nun einen Schutzanstrich bekämen, der ein Ausdünsten verhindere.

Die Stadt als Eigentümerin des Schlosses werde dann noch die Risse im Gemäuer des Parkflügels ausbessern lassen. Die Amtsleiterin geht davon aus, dass diese Arbeiten bis Ende des Jahres vollständig abgeschlossen werden. Der Landkreis als Betreiber des Kreismuseums im Schloss könne dann mit noch ausstehenden Malerarbeiten in den Innenräumen beginnen.