Der Hauptausschuss werde nun dafür sorgen, dass die erste Sitzung schnellst möglich stattfinden könne, sagte dessen Vorsitzender Werner Mundt (CDU). Zuvor hatte es eine Debatte auch darüber gegeben, wer in dem Ausschuss vertreten sein solle. Die Entsendung sachkundiger Einwohner lehnten die Stadtverordneten ab. Ralph Bujok, Vorsitzender der Linke-Fraktion und des Holding-Aufsichtsrats, wies den Vorwurf einer möglichen Befangenheit von sich. Die Kommunalverfassung sehe keinen Interessenkonflikt. Er habe als oberster Kontrolleur der Holding doch die Befugnis.
Der Stadtverordnete Thomas Ney (Piraten) sagte, es gebe eine "massive Verunsicherung in der Bevölkerung" zur Holding. Er könne aber viele Fragen, die ihm gestellt werden, nicht beantworten. "Der Vorgang kann das Vertrauen in die Stadtverordnetenversammlung insgesamt beschädigen", sagte Ney.
Im Untersuchungsausschuss seien Fragen zu klären, "die uns keine Anwaltskanzlei beantworten kann", so Ney. Der Ausschuss müsse "mit Konsequenz, Transparenz und erkennbarer Unabhängigkeit" den Vorwürfen nachgehen. Ney bezweifelte, ob der Hauptausschuss diese Aufgabe übernehmen könne. "Dort müssen auch andere Personen sitzen", forderte Ney und warnte davor, dass das Misstrauen verstärkt werden könnte. Der Ausschuss sei aber auch kein Misstrauensvotum gegen den Aufsichtsrat oder einzelne Stadtverordnete, so Ney.