Konzernzentrale: Oranienburg Holding soll transparent planen

Am Stadtwerke-Standort in der Lehnitzstraße soll der Holding-Neubau entstehen. Derzeit wird dort nach Kampfmitteln gesucht.
Klaus D. GroteDass die Holding mittel- bis langfristig eine Konzernzentrale bekommt, sei nachvollziehbar, sagte Lüttmann. "Wichtig ist aber, dass das Versprechen, Öffentlichkeit und Stadtverordnetenversammlung bei zentralen Prozessen der Holding mitzunehmen, ab jetzt strikt eingehalten wird.“ Lüttmann forderte, dass alle Stadtverordneten umgehend die Machbarkeitsstudie erhalten sollen, auf deren Grundlage sich der Aufsichtsrat der Holding gegen einen Neubau auf dem Schlossplatz entschieden habe. Jahrelang wurde ein Holdingneubau als möglicher Startschuss für die lange erwartete Bebauung der Schlossplatzbrache erachtet.
Viele Stadtverordnete, darunter der Vorsitzende Dirk Blettermann (SPD), zeigten sich von der Vorentscheidung der Holding überrascht. Holding-Prokuristin Susann Cersovsky betont dagegen nun, dass die Pläne „ausführlich“ im Aufsichtsrat sowie im Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung „vorgestellt und diskutiert“ worden seien. Die Stadtverordneten würden „in den kommenden Wochen von uns informiert. Eine Entscheidung zum Standort ist noch nicht getroffen“, sagte Susann Cersovsky.
Björn Lüttmann sprach sich dafür aus, weiterhin andere Standorte im Auge zu behalten. Vielleicht sprächen ja doch einige Argumente für den Schlossplatz. Der Stadtverordnete und Holding-Aufsichtsratsvorsitzende Ralph Bujok (Linke) sagte, die Stadtverwaltung plane den Wiederaufbau des Hotels Eilers gegenüber dem Schloss, um dort das Bürgeramt unterzubringen. Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) hatte dies bisher nur als Idee formuliert. Außerdem liegen seit Jahren bei der städtischen Woba fertige Pläne zur Wiederbebauung des Schlossplatzes.