Mobil: Knatternd durch Leegebruch
Früher beförderte die Schwalbe LPG-Mitarbeiter zum Acker. Die LPG-Nummer steht noch auf dem grünen Radkasten. Jetzt fährt Mario Klapputh die KR 51/1 durch Leegebruch. Der 42-Jährige hat das Moped in Einzelteilen aus Finowfurt bezogen, den Winter über wieder zusammengeschraubt und durch einige neue Teile ergänzt. Dreieinhalb PS reichen, um auf den Straßen für Aufsehen zu sorgen. Schwalben seien als Oldtimer sehr begehrt und unter 2 000 Euro kaum zu haben, sagt der Fan. Denn die Motorräder haben Bestandsschutz und dürfen als Moped 60 km/h schnell sein. In den landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften hätten die Schwalben zum Fuhrpark gehört. „Damit ist man auch mal nach Hause gefahren“, sagt Mario Klapputh, der sichtlich stolz auf sein Gefährt ist. Ergänzt wird der billardgrüne Lack durch elfenbeinfarbige Felgen und Speichen. Den schicken Ledersitz hat der Fahrer neu anfertigen lassen. Die KR 51/1 wurde von 1968 bis 1980 bei Simson in Suhl hergestellt. Von der Baureihe KR 51 entstanden insgesamt eine Million Exemplare. Die äußere Form des Kultmopeds stand auch für einen modernen E-Roller Pate.

