Parteien: SPD Oranienburg hofft auf Neuanfang nach Nahles-Rücktritt

Hat am Sonntag ihren Rückzug vom Partei- und Fraktionsvorsitz der SPD erklärt: Andrea Nahles.
dpa/Kay Nietfeld„Oranienburgs Sozialdemokraten wünschen sich nun, dass dieser Neuanfang auch dafür genutzt wird, mit neuem, unverbrauchtem Personal zu punkten“, heißt es in einer am Sonntagnachmittag verbreiteten Erklärung des SPD-Ortsvereins. Nahles hatte wenige Stunden zuvor den Rückzug von ihren Ämtern erklärt. „Wir erwarten, dass Frauen und Männer in die erste Reihe aufrücken, die nicht nur einen Neuanfang repräsentieren, sondern auch die Chance erhalten, mindestens über eine Dekade die Politik der SPD mitzubestimmen“, machten die Oranienburger Genossen auch ihren Unmut über die ständigen Personalrochaden an der Spitze der Partei deutlich. Insbesondere die Wahl des oder der neuen Parteivorsitzenden sollte „in einem offenen Parteiprozess stattfinden, bei dem sich mehrere Bewerber und Bewerberinnen der Parteibasis stellen und dann die Basis abstimmt“, fordert die hiesige SPD. In der Zwischenzeit könne die Partei von einem einer gewählten Stellvertreter geführt werden.
Die Oranienburger SPD verweist in ihrer Erklärung darauf, das die Partei in den letzten Jahren und auch in der laufenden Legislaturperiode in der Koalition mit CDU und CSU „viel erreicht“ habe. „Allein in den letzten Monaten konnte eine umfangreiche Kita-Förderung, ein Digitale-Bildung-Paket, eine Mindestausbildungsvergütung, neue Stellen in der Pflege und vieles mehr auf den Weg gebracht werden.“ Solche Erfolgen und künftigen Pläne müssten besser in der Öffentlichkeit durchdringen. „Hierzu muss auch die Kommunikation der Partei auf allen Ebenen deutlich besser werden, wir wollen dazu unseren Beitrag vor Ort leisten“, schreiben die Sozialdemokraten aus der Kreisstadt.