Polizei in Oranienburg
: Hochschule wird ausgebaut – das soll Ausbildung verbessern

Die Hochschule der Polizei in Oranienburg steht vor einer notwendigen Erweiterung. Wie Platz für mehr Anwärter geschaffen werden soll.
Von
Stefan Zwahr
Oranienburg
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Angehende Polizeibeamtinnen und -beamte stehen anlässlich ihrer Vereidigung auf dem Gelände der Hochschule der Polizei. Mehr als 330 Studierende und Auszubildende des Einstellungsjahrgangs 2020 der Brandenburger Polizei wurden vereidigt. +++ dpa-Bildfunk +++

Angehende Polizeibeamtinnen und -beamte stehen 2020 anlässlich ihrer Vereidigung auf dem Gelände der Hochschule der Polizei. (Archivbild)

Paul Zinken/dpa
  • Die Polizeihochschule in Oranienburg wird erweitert, um Platz für mehr Anwärter zu schaffen.
  • Ziel: Die Landespolizei auf 9000 Stellen zu erhöhen.
  • Modulbauten sollen 2026 als Interimslösung errichtet werden.
  • Politiker betonen die Wichtigkeit der Erweiterung für die Polizei.
  • Langfristige Pläne für Campus-Erweiterung sind notwendig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Brandenburg will die Zahl der Polizisten erhöhen. Problem: Die Hochschule der Polizei in Oranienburg platzt aus allen Nähten. Da passt diese Meldung ins Bild: Eine Erweiterung soll Platz für mehr Anwärter schaffen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Die Polizei will in den kommenden Jahren das Personal aufstocken. Laut zuständigem Ministerium soll die Landespolizei auf 9000 Stellen ausgebaut werden. Eine personell besser aufgestellte Polizei setze eine Erweiterung der Schule voraus, heißt es in einer Mitteilung aus dem Innenministerium um Ministerin Katrin Lange (SPD).

Innenministerin Katrin Lange spricht über die Pläne

Die Politikerin kündigte am Mittwoch (16. April) aus Anlass ihres Antrittsbesuchs an, dass die Hoch-schule der Polizei kurzfristig erweitert wird. Auf dem Hubschrauberlandeplatz sollen bereits im Jahr 2026 Modulbauten als Interimslösung für Lehre und Verwaltung mit Büros für Lehrkräfte errichtet werden. Von Kurs- und Klassenräumen und einem Technikraum sowie einem Neubau mit Umkleide- und Sanitärräumen, mit Duschen und Toiletten ist die Rede.

„Mit der Erweiterung bleibt die Hochschule ein attraktiver Ausbildungsstandort. Unsere angehenden Polizistinnen und Polizisten haben es verdient“, wird Lange zitiert.

Nach Angaben des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen (BLB) – so heißt es in der Mitteilung – werden die Arbeiten voraussichtlich Anfang nächsten Jahres beginnen und Ende des 2026 abgeschlossen sein. Die Planungen seien mit den Nachbarn der Hochschule der Polizei, wie der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, mit der unteren Denkmalschutzbehörde sowie der Stadt Oranienburg bereits abgestimmt.

Insgesamt wird von einem Raumbedarf von 2000 Quadratmetern ausgegangen. Die Modulbauten werden so lange genutzt werden, bis die langfristigen Planungen zur Erweiterung des Hochschulcampus abgeschlossen und umgesetzt sind.

Pläne für Oranienburg – so reagiert Björn Lüttmann

Ganz überraschend kommt die Ankündigung aus dem Ministerium nicht. „Zuvor hatte es das Projekt bereits in den Koalitionsvertrag von SPD und BSW geschafft, sowie in den Haushaltsentwurf, der derzeit im Landtag beraten wird“, bemerkt der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD) in einer schriftlichen Stellungnahme.

Die Landesregierung stärke aus Sicht des Oranienburgers die Polizei und investiere in die Sicherheit Bran-denburgs. „Um unser Ziel, die Polizei um 500 auf 9000 Stellen aufzustocken, braucht die Hoch-schule mehr Kapazitäten. Der Ausbau kommt also zur richtigen Zeit.“ Auch das neue Wohnheim für Polizeianwärterinnen und -anwärter in der Berliner Straße sei nach den Worten von Lüttmann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, bald bezugsfertig und mache die Polizei Brandenburg als Ausbildungsgeber noch attraktiver.

Ausbau der Hochschule – das sagt Nicole Walter-Mundt

Auch die Oranienburger Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt (CDU) bringt ihre Freude zum Ausdruck. „Die kurzfristige Erweiterung ist ein notwendiger Schritt, um auf den Platzmangel am Ausbildungsort in Oranienburg zu reagieren.“ Die Entscheidung zeige, dass die Landesregierung flexibel auf den notwendigen Anstieg bei den Anwärterzahlen reagiert, um das Soll von künftig 9000 Polizistinnen und Polizisten für Brandenburg zu erreichen.

Die Vorsitzende des Innenausschusses des Landtages fügt an: „Klar ist aber auch: Das darf nur der Anfang sein. Unsere Polizei braucht nicht nur mehr Personal, sondern auch eine moderne und zukunftsfähige Ausbildungsinfrastruktur.“ Deshalb müsse jetzt zügig ein belastbarer Plan für die langfristige bauliche Erweiterung des Campus vorgelegt und umgesetzt werden. „Das darf nicht so lange auf sich warten lassen, wie der Neubau des Polizeiwohnheims in der Berliner Straße.“ Sie erwarte, dass das Land die Hochschule dauerhaft so ausstattet, „dass sie mit dem angestrebten Personalaufwuchs Schritt halten kann“. Nur so bleibe Oranienburg ein attraktiver Ausbildungsstandort für unsere angehenden Polizistinnen und Polizisten.