Städte und Gemeinden des Landkreises Oberhavel setzen am Donnerstag, 3. März, ein Zeichen für den Frieden. In vielen Orten der Region werden große „Peace-Zeichen“ aus bunten Blumen in die Erde gesetzt oder anderweitig Zeichen der Anteilnahme gezeigt. Als Symbol für Frieden auf der Welt soll so die Solidarität der Oberhaveler Kommunen mit der Ukraine und deren Einwohnerinnen und Einwohnern zum Ausdruck gebracht werden.
„Es ist mir in diesen ungewissen Tagen ein dringendes inneres Bedürfnis, dass die Kommunen Oberhavels zusammenzustehen und ein sichtbares Zeichen für den Frieden setzen“, betont Ines Hübner. Die Bürgermeisterin von Velten ist Sprecherin der Bürgermeister Oberhavels und Initiatorin der Aktion. „Ich bin zutiefst bestürzt, dass Krieg in Europa herrscht. Uns trennen gerade einmal rund 1.400 Kilometer von der ukrainischen Hauptstadt Kiew.“ Sie sei froh, dass sich so viele Kommunen kurzfristig der gemeinsamen Aktion angeschlossen haben.

Pflanzaktion soll nur Auftakt sein

Die Pflanzaktion könne dabei aber nur der Auftakt für ganz praktische Hilfen für die Menschen aus der Ukraine sein. „Die Menschen sind nun auf uns und unsere Unterstützung angewiesen.“
Die Bürgermeister haben nicht gezögert, dem Aufruf zu folgen und breit angelegte Sympathie-Bekundungen in ihren Städten und Gemeinden zu organisieren. Hübner: „Sie zeigen gemeinsam mit ihren Einwohnerinnen und Einwohnern: Oberhavel steht für den Frieden ein.“
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Aktionen am Donnerstag, 3. März, 12 Uhr

■ Hennigsdorf, Freifläche am Havelplatz direkt an der Fontanestraße: 400 weiße, gelbe, rote Stiefmütterchen bringen Hennigsdorfer Kinder der Fontane-Grundschule und Jugendliche des Alexander-S.-Puschkin-Gymnasiums gemeinsam mit dem Bürgermeister Thomas Günther in die Erde. Aus bunten Blüten entsteht das 2,50 Meter große Peace-Zeichen. Die Stadtverwaltung ruft dazu auf, mit dabei zu sein und so zu zeigen, dass Hennigsdorf für Werte wie friedliches Zusammenleben aller Menschen und gegen Hass in allen Farben des Regenbogens einsteht.
■ Velten: auf der Wiese vor dem Rathaus, Rathausstraße 10: Mitmachaktion! Wer beim Pflanzen des Peace-Zeichens mit einem Durchmesser von rund 1,50 Metern aus rund 400 Stiefmütterchen mit dabei sein will und sich so ebenfalls für eine friedliche Welt einsetzen möchte, ist herzlich willkommen. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung kann jede Veltenerin und jeder Veltener helfen, das Friedenszeichen vor dem Rathaus zu pflanzen.
■ Oranienburg: Die Stadt Oranienburg hat ebenfalls ihre Teilnahme signalisiert, nähere Informationen bei der Pressestelle Oranienburg.
■ Löwenberger Land: in Löwenberg vor der Schule: Die Schülerinnen und Schüler der Libertasschule pflanzen unter dem Motto „Schule setzt ein Zeichen“.
■ Hohen Neuendorf: in Bergfelde auf dem Friedensplatz: Bürgermeister Steffen Appelt und die Integrations- und Teilhabebeauftragte Carolin Bloeck pflanzen die Blumen.
■ Liebenwalde: im Stadtpark, Ernst-Thälmann-Straße: Das Peace-Zeichen wird unter anderem von der stellvertretenden Bürgermeisterin Kerstin Bonk gepflanzt.
■ Mühlenbecker Land: Mühlenbeck, Hauptstraße 19, auf der Wiese vor dem roten Hortgebäude: Bürgermeister Filippo Smaldino, Ortsvorsteher, Politiker und ausgewählte Interessenvertreter pflanzen die Stiefmütterchen.
■ Glienicke: Platz an Hauptstraße zwischen Mensa und Dreifeldhalle (Nähe Michael-Bittner-Platz): 190 Primeln werden in die Erde gesetzt.
■ Birkenwerder: Rathausvorplatz: Geplant ist ein XXL-Peace-Zeichen mit einem Durchmesser von zehn Metern, das auf dem Rathausvorplatz mit Sprühkreide gemalt wird. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger von Birkenwerder herzlich eingeladen.
■ Oberkrämer: Eichstädt, Perwenitzer Weg: Geplant ist, dass die Gemeinde Oberkrämer vor der Verwaltung die ukrainische Nationalflagge hissen wird. Zudem soll das Gemeindehaus in Eichstädt mit den ukrainischen Nationalfarben angeleuchtet werden.
■ Zehdenick: Marktplatz
Auch Zehdenick wird mit Sprühkreide ein großes Peace-Zeichen auf den Marktplatz malen.