Sabotage bei Müllabfuhr
: Angriff auf AWU-Fahrzeuge in Oberhavel – das ist bisher bekannt

Der Landkreis Oberhavel spricht von einer möglichen Sabotage bei der AWU. An mehreren Fahrzeugen wurden Radbolzen gelockert. Das ist bisher über den Fall bekannt.
Von
Marco Winkler
Oranienburg
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Es hat einen möglichen Sabotage-Angriff auf die AWU Oberhavel gegeben. Das ist bisher bekannt.

Anja Hamm

Der Landkreis Oberhavel gibt gleich Entwarnung: „Einen Unfall oder gar Personenschaden hat es zum Glück nicht gegeben“, heißt es in einer am Donnerstag (11.01.) verschickten Pressemitteilung. Der Hintergrund: Offenbar hat es einen Sabotage-Angriff auf Fahrzeuge der AWU gegeben. Das ist bislang bekannt.

Der Landkreis spricht von einem „mutmaßlichen Sabotageakt“, der an Fahrzeugen der Abfallwirtschafts-Union Oberhavel GmbH (AWU) festgestellt wurde. AWU und Kreisverwaltung haben daraufhin Mitarbeitende des Unternehmen und weiterer kreiseigenen Gesellschaften wie die Oberhavel Klinken und OVG sensibilisiert.„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aufgerufen, vor jedem Fahrtantritt Dienstfahrzeuge ganz genau auf ihre Verkehrssicherheit zu überprüfen“, heißt es. Doch was ist passiert?

Unbekannter dreht Radbolzen der Müllabfuhr locker

Konkret hatte ein Lkw der AWU am Sonnabend (6.01.) auf einer regulären Tour einen Zwillingsreifen der Antriebsachse verloren und musste abgeschleppt werden. Die AWU-Mitarbeiter eines zweiten Lastwagens konnten ihre Fahrt rechtzeitig unterbrechen, als sie Unstimmigkeiten im Spurverhalten bemerkten. „An beiden Fahrzeugen waren offenbar die Radbolzen gelockert worden“, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Vor Tour-Start am Montag (8.01) wurden dann schließlich alle Lkw auf dem Betriebshof der AWU in Velten kontrolliert. „Dabei entdeckten Mitarbeiter an drei weiteren Lastwagen gelockerte Radbolzen“, teilt der Landkreis mit. Ein Zufall? Das Gelände ist umzäunt und wird regelmäßig durch einen Wachschutz kontrolliert. „Auffälligkeiten waren jedoch nicht festgestellt worden.“

Landrat Alexander Tönnies (SPD) wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: „Zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller Verkehrsteilnehmer wird jedes Fahrzeug vor Fahrtantritt kontrolliert.“ An fünf schweren Lkw seien Radbolzen gelöst worden. Der Landrat mahnt zur Vorsicht. Eine Anzeige bei der Polizei wurde gestellt, weitere Sicherheitsvorkehrungen werden geprüft.