Saisonstart: Der erste Spargel wird schon gestochen

Erste Spitzen ragen aus dem Boden: Am Wochenende wurden in Kremmen 25 Kilogramm Edelgemüse gestochen (Symbolbild).
Lucas VogelIn Kremmen wurden am Wochenende 25 Kilogramm Spargel gestochen. „Wir sind dafür sieben Hektar abgelaufen“, sagt Spargelhof–Chef Malte Voigts. Noch sprießen die Stangen spärlich. Ab Mittwoch reisen erste Spargelstecher an, einige Wochen früher als üblich. Zur Saison werden 300 Erntehelfer aus Polen und Rumänien das weiße Gold aus der Erde holen. Hinzu kommen 450 deutsche Arbeitskräfte, die im Service, Verkauf, Büro und an Ständen aushelfen. „In diesem Jahr sind wir sehr früh dran“, sagt Voigts. Der erste Spargel wurde 2018 am 9. April gestochen. Voigts erklärt die zeitige Ernte mit einem milden Februar und vielen Sonnenstunden. Ursprünglich wollte er deshalb schon diese Woche vier Tonnen pro Tag stechen. Doch so strahlend war die Sonne dann nicht. Zu Ostern soll es aber spätestens eine Tagesernte von 25 Tonnen geben.
Doch die Spargellust der Kunden ist seit einigen Jahren leicht rückläufig. Der Spargelhof reduzierte deshalb seine Anbaufläche von 210 auf 180 Hektar. „Wir wollen dauerhaft 1 000 Tonnen im Jahr produzieren“, sagt Malte Voigts. Zu Spitzenzeiten seien es mehr als 1 300 gewesen. Noch im vorigen Jahr wurden in Kremmen und Umgebung 1 200 Tonnen gestochen.
Doch mehr ist nicht immer mehr. Der heiße Juni 2018 kurbelte den Grillfleischverkauf an, der Spargel blieb liegen. Das Überangebot bescherte den Bauern mitunter schlechte Preise. Sie blieben auf dem Edelgemüse sitzen. „Wir wollen das Angebot künftig der Nachfrage anpassen“, sagt Voigts deshalb. Diesen Donnerstag startet im Hofladen in Kremmen der Spargelverkauf. Das Kilo soll zwischen sechs und zehn Euro kosten.
Erst in einigen Tagen wird voraussichtlich der Spargel auf den Feldern im Nordkreis rund um Rauschendorf gestochen. „Wir hoffen Ende dieser Woche beginnen zu können“, sagt Gregor Hufmann, Geschäftsführer der Agrar GmbH Sonnenberg. Zeitnah soll der Hofladen am Sitz des Betriebes eröffnen. Bei der Anbaufläche von etwa 490 Hektar plane er keine Veränderungen. In puncto Ertrag erwarte er jedoch etwas weniger, als im Vorjahr.