Schüler sammeln Müll: Großreinemachen für den Klimaschutz

Wieder was gefunden: Auch Lilly Heinrich und Ramin Hajati beteiligten sich an der Aktion.
Conradin WalenciakInitiiert wurde das Müllsammeln vom Schulsprecher-Team rund um John-Peer Gutzke. Der 17-jährige Abiturient sitzt auch im Jugendparlament vom Mühlenbecker Land und hat sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern diese Aktion überlegt. „Der Grundgedanke ist ganz einfach: Wir wollen etwas für die Umwelt tun“, sagt er. „Darüber hinaus ist es unser Ziel, unsere Mitschüler darauf aufmerksam zu machen, wie viel Müll sie in der Schule produzieren und wo dieser landet.“
Rektorin unterstützt die Aktion
Unterstützung erhalten die Müllsammler dabei auch von der Rektorin der Kollwitz-Gesamtschule, Kathrin Haase. „Es wird sehr spannend zu beobachten sein, wozu 800 Schüler gemeinsam in der Lage sind“, sagt sie. „Dass sich die junge Generation so sehr mit dem Umweltschutz auseinandersetzt, finde ich wirklich charmant.“
Mit dem gesammelten Abfall sollen sich die Schüler dann auch weiter beschäftigen. „Der Müll wird fotografiert und in einer Ausstellung gezeigt“, erklärt Haase. „Außerdem werden im Unterricht unterschiedliche Fragestellungen zum Thema Müll bearbeitet, beispielsweise wie viel Zeit die Materialien benötigen, um zu verfallen.“
Anders als die Rektorin mussten einige andere Lehrer vom ‚Clean-Up‘ erst noch überzeugt werden, verrät Kathrin Haase. „Manche waren etwas irritiert davon, dass ausgerechnet in ihrer Unterrichtsstunde Müll gesammelt werden soll. Aber ich denke, man muss ab und an den Mut haben, die Schüler auch einfach mal ihr Ding machen zu lassen.“
John-Peer Gutzke ist dankbar über die Unterstützung seiner Schulleiterin und freut sich auch, dass wirklich viele Schüler beim Sammeln mitgemacht haben. „Ehrlich gesagt, hatte ich damit gerechnet, dass viele einfach in der Mensa ihre Zeit absitzen. Aber im Grunde haben fast alle mitgearbeitet.“
Am Ende der Sammelaktion kam dann eine ganze Menge Abfall zusammen. „Wir haben sehr viele Verpackungen gefunden, aber auch Flaschen und Zigarettenstummel“, sagt Gutzke nach einem ersten Blick über den Müllberg. Er würde sich wünschen, dass seine Mitschüler in Zukunft etwas aufmerksamer mit ihren Abfällen umgehen würden. „Herumliegender Müll ist auch etwas, das der Natur schadet. Diesen zu vermeiden, wäre ein Schritt in die richtige Richtung.“
