Die Leegebrucher Schule ist schön. Die Klassenräume sind hell und geräumig, auf dem Schulhof gibt es genügend Spielmöglichkeiten, um sich in den Pausen zu erholen. Mit dem Erweiterungsbau des Hortes entlang der Straße der Jungen Pioniere ist es nun sogar ein kleiner Bildungscampus geworden. Etwa 390 Kinder werden in der Bildungseinrichtung auf den Wechsel an eine weiterführende Schule vorbereitet.

Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann zu Besuch

Vergangene Woche besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann die Bildungseinrichtung. Nicht einfach so. Er wollte sich ansehen, wie sich die Schule entwickelt hat, vor allem wollte er wissen, wofür die vom Land bewilligten Fördermittel verwendet wurden. Gemeinsam mit Leegebruchs Bürgermeister Martin Rother sowie Thomas Reisen von der Kita- und Schulverwaltung führte ihn Schulleiterin Beatrice Greiner durch das Haus. Gut 425.000 Euro hat die Bildungseinrichtung bekommen – für die Anschaffung von höhenverstellbaren Möbeln, für neue Brandschutztüren und für den Einbau eines Fahrstuhles.

Ganztagsschule Leegebruch ist das Ziel

Denn das Anliegen der Schule ist, sich in der Perspektive zu einer Ganztagsschule zu entwickeln. Ein wichtiges Thema dabei ist auch die Inklusion, um ein gemeinsames Lernen selbst bei Vorhandensein eines besonderen Förderbedarfs anbieten zu können. Eben dafür hatte die Gemeinde zur Umsetzung des Konzeptes „Gemeinsames Lernen in der Schule“ die Gelder erhalten. 2018 beantragt, konnte ein Jahr später für acht Klassenräume je ein Satz der höhenverstellbaren Tische und Stühle angeschafft werden. Dass die gute Dienste leisten, konnten Schulleiterin Greiner und Bürgermeister Rother gleichermaßen bestätigen. Denn sie wachsen quasi mit den Schülern mit, da sich deren Entwicklung in den ersten Schuljahren durchaus unterscheidet. Doch auch bei Vorhandensein eines Handicaps, leisten die Schulmöbel gute Dienste.

Der Einbau eines Fahrstuhls bereitet Probleme

Auch der Einbau der Brandschutztüren konnte ohne Probleme realisiert werden. Beim Einbau des Fahrstuhls sah das anders aus. Bedingt durch die Anordnung des Gebäudetrakte hätte das eine Spezialanfertigung mit drei Türen sein müssen. Da die jedoch unter 850.000 Euro nicht zu haben war, zogt der Bürgermeister die Reißleine und verzichtete darauf. Um die Fördermittel nicht verfallen zu lassen, beantragte die Verwaltung, diese für den Ankauf weiterer Möbel verwenden zu dürfen, und sie durfte es. Deshalb wurden zehn weitere Klassensätze angeschafft. Damit sind nun von den 26 Klassenräumen 18 damit ausgestattet.

Sechs neue Klassenräume sollen im Anbau entstehen

Doch auch der Fahrstuhl ist noch nicht vom Tisch. Nur soll er nun als „Normalausführung“ in der Verbindung zwischen dem Altbau und dem geplanten Anbau integriert werden. Dort, wo die Container stehen, soll der Neubau mit weiteren sechs Klassenzimmern hochgezogen werden. Nicht, um den Bau des Fahrstuhls zu rechtfertigen, sondern weil in der Perspektive einfach Klassenräume fehlen, wie der Bürgermeister erklärte. Denn Leegebruch wächst, und damit steigt auch die Zahl der Kinder, die in der Kita und später in der Schule betreut werden müssen.

Unterstützung zugesagt

Damit spielten der Bürgermeister und die Schulleiterin den Ball sozusagen an Lüttmann zurück, und der versprach, sich auch künftig dafür einzusetzen, dass die Gemeinde und die Schule Fördermittel bekommen. „Ich kann das nicht garantieren, aber auf jeden Fall sollten die dafür notwendigen Anträge gestellt werden“, riet er den Kommunalpolitikern.