SEK-Einsatz in Mühlenbeck
: Bombendrohung an Schule – Polizei gibt Entwarnung

UPDATE: Im Mühlenbecker Land ist die Polizei zu einem Einsatz in einer Schule ausgerückt. Ein bisher Unbekannter hatte mit der Explosion einer Bombe gedroht. Nun gibt es Entwarnung.
Von
Marco Winkler
Mühlenbecker Land
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Einsatzkräfte der Feuerwehr sperren wegen einer mutmaßlichen Bombendrohung die Zufahrtswege zur Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Mühlenbeck. Nun wurde Entwarnung gegeben.

Jörg Carstensen/dpa

Nach einer Bombendrohung an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Mühlenbeck, konnte die Polizei noch am Morgen Entwarnung gegeben. „Wir haben das Gebäude mit Sprengstoffspürhunden abgesucht – die Bedrohung hat sich nicht bestätigt„, schrieb die Polizei bei X, vormals Twitter. Die Polizei ermittelt nun, wer hinter der Bombendrohung steckt, wie Georg Modrack von der Polizeidirektion Nord sagte.

Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende waren während des Polizeieinsatzes am Freitagmorgen (22. September) nicht im Gebäude. Die Drohung war der Polizei gegen 6.45 Uhr gemeldet worden, also noch vor Unterrichtsbeginn. Eine bisher unbekannte Person drohte mit der Explosion einer Bombe, wie Modrack sagte. Die zu der Zeit wenigen anwesenden Lehrkräfte verließen umgehend das Gebäude. Ankommende Schülerinnen und Schüler – rund 900 Jugendliche aus Oberhavel und dem Barnim besuchen die Kollwitz-Gesamtschule – wurden umgehend auf den Sportplatz umgeleitet.

Die Polizei war mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr unterstützte die Arbeiten. Die Schule musste gesperrt werden. Vorsorglich sei laut Georg Modrack ein Rettungswagen bestellt worden. Polizei und Feuerwehr sperrten die Zufahrtswege zur Schule ab.

Ein auf Sprengstoff spezialisierter Spürhund der Polizeidirektion Nord suchte alle relevanten Bereiche ab. Der Verdacht, dort eine Bombe zu finden, konnte sich nicht bestätigen. Der Schulbetrieb wurde wieder aufgenommen. Bürgermeister Filippo Smaldino (SPD) und Bildungsdezernent Holger Mittelstädt verschafften sich vor Ort ein Bild der Lage. Noch vor 10 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ab. „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Schülerinnen und Schüler sowie für das Schulpersonal“, teilte die Kollwitz-Schulleitung mit. „Wir danken allen für das besonnene Verhalten.“

Ermittlungen dauern an

Das Staatliche Schulamt Neuruppin teilte nach der Entwarnung mit, dass der Unterricht stattfinden werde. Den Schülerinnen und Schülern wurde nach der Entwarnung von ihren Lehrkräften freigestellt, ob sie in der Schule bleiben wollen oder lieber nach Hause möchten. „Schülerinnen und Schüler, die diese Ausnahmesituation mit den Eltern aufarbeiten möchten, sind für den heutigen Tag zu entschuldigen“, teilte die Schulleitung mit. Viele nutzten offenbar das Angebot, nach dem Schockmoment am Morgen wieder nach Hause zu fahren.

Noch immer ist nicht klar, wer auf welchem Weg die Bombendrohung ausgesprochen hatte. Die Polizei hält sich hier bedeckt, ob dies per Telefon, Mail oder Brief oder auf anderem Weg geschehen ist. Die Ermittlungen zum Urheber sollen nicht gefährdet werden, so Polizeisprecher Modrack.

Im August 2019 gab es einen ähnlichen Vorfall an der Gesamtschule. Vor vier Jahren ging bei der Polizei eine anonyme Drohung gegen die Schule ein. Damals wurde die Drohung als „nicht ernst“ eingestuft und der Unterricht zunächst fortgesetzt, später dann vorzeitig beendet. Eine Gefahr bestand nicht.

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