Spektakuläre Aktion
: Illegale Fahrrad-Piktogramme für mehr Sicherheit in Oberhavel

In der Nacht zu Montag haben Radfahrer-Aktivisten ohne Genehmigung Piktogramme an gefährlichen Stellen in Oberhavel gesprüht.
Von
Jürgen Liebezeit
Oranienburg/Birkenwerder/Hohen Neuendorf/Velten
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  • In der Nacht zu Montag haben Radfahrer-Aktivisten ohne Genehmigung Piktogramme an gefährlichen Stellen in Oberhavel gesprüht. Ihr Ziel: Mehr Sicherheit für Radfahrende.

    In der Nacht zu Montag haben Radfahrer-Aktivisten ohne Genehmigung Piktogramme an gefährlichen Stellen in Oberhavel gesprüht. Ihr Ziel: Mehr Sicherheit für Radfahrende.

    privat
  • Auf den ersten Blick unscheinbar, doch die Botschaft ist klar: hier fahren Radfahrer!

    Auf den ersten Blick unscheinbar, doch die Botschaft ist klar: hier fahren Radfahrer!

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In einer Nacht- und Nebelaktion haben Radfahr-Aktivisten in mehreren Kommunen in Oberhavel in der Nacht zu Montag Fahrrad-Piktogramme an verschiedenen Problem-Orten in Oberhavel gesprüht. Ihr Ziel: Die Zahl der Radfahrer-Unfälle auf null zu reduzieren

Etwa 40 Stellen markiert

In Oranienburg, Hohen Neuendorf, Velten und Birkenwerder haben in einer spektakulären Gemeinschaftsaktion Radfahr-Aktivisten, die sich für sicheres Radfahren in Oberhavel engagieren, an gut 40 Stellen, die ihrer Meinung nach für Radfahrende gefährliche sind, mit Sprühkreide Piktogramme auf Straßen und Wege gesprüht. Das soll alle Verkehrsbeteiligten auf die gefährlichen Stellen aufmerksam machen und Verantwortliche zum Nachdenken bringen.

„Die Zahl der Radfahrer nimmt zu. Das wird offiziell angestrebt. Die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Radfahrer nimmt ebenfalls zu“, heißt es dazu in einer Erklärung, die unserer Zeitung vorliegt. Die Aktivisten haben ein ehrgeiziges Ziel: Sie haben die „Vision Zero“, das heißt, die Unfallzahl mir Radfahrenden auf null zu erreichen.

Klare Signale von Radfahrenden

„Durchgreifende Maßnahmen zur Verminderung der Unfallzahlen lassen aber auf sich warten“, so die Aktivisten in einer anonymen Mitteilung. Die an der Aktion Beteiligten fordern laut Mitteilung gemeinsam mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und dem Verein Changing Cities von Behörden und Autofahrern in Oberhavel, dass die Rechte der Radfahrer konsequent wahrgenommen und durchgesetzt werden. „Fahrrad-Piktogramme aus Sprühkreide an verschiedenen Problem-Orten sollen das deutlich machen“, heißt es in der Erklärung von Sonntagnacht.

In Oranienburg, Hohen Neuendorf, Velten und Birkenwerder sind ungefähr 40 Symbole auf Straßen und Wege gebracht worden.

Die Piktogramm werden nach einigen Tagen wieder verschwinden. Sie lösen sich nach und nach auf. Bis dahin hoffen die Initiatoren, einen Nachdenk-Prozess bei Behörden und Verkehrsteilnehmern ausgelöst zu haben.

Polizei sieht keine strafrechtliche Relevanz

Die Polizei sieht nach Angaben von Sprecherin Ariane Feierbach keine strafrechtliche Relevanz. Die bislang zwei entdeckten Symbole in der Annahofer Straße in Oranienburg und in der Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf wurden von der Polizei den Ordnungsämtern gemeldet.