Sperrung zwischen Velten und Pinnow: Nach Gerichtsurteil – Sanierung der L20 beginnt

Der Weg für die Erneuerung der L20 ist frei: Nach einem Gerichtsurteil sollen die Sanierungsarbeiten zwischen Velten und Pinnow in Kürze beginnen.
Roland Becker- Sanierung der L20 zwischen Velten und Pinnow startet nach Gerichtsurteil.
- L20 ab 7. Juli gesperrt; Zufahrt zum Bernsteinsee nur über Pinnow möglich.
- Betreiber der Wasserski-Anlage klagte wegen drohender Umsatzeinbußen.
- Gericht entschied Mitte Juni zugunsten des Landesbetriebs Straßenwesen.
- Bauzeitplan bleibt unklar; genaue Abstimmung mit Baufirma steht noch aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Sanierung der Landstraße zwischen Velten und Pinnow beginnt. Nachdem sich die Bauarbeiten durch einen Rechtsstreit über Monate verschoben haben, wurde Mitte Juni der Weg für die Erneuerung der Straße durch ein Gericht freigemacht. Jetzt soll es schon sehr bald losgehen.
So teilte die Stadt Velten am Montag (30. Juni) mit, dass die L20 ab kommenden Montag (7. Juli) aufgrund der Sanierung gesperrt wird. „Der erste Bauabschnitt beginnt an der Ortsgrenze Velten“, heißt es in der Mitteilung. Der Bernsteinsee könne dann nicht mehr von Velten aus erreicht werden. Die Zufahrt zum Bergsteinsee erfolgt während der Sperrung über Pinnow.
Nach Gerichtsstreit: Sanierung der L20 beginnt
Über die Erreichbarkeit des Bernsteinsees war in den vergangenen Monaten ein Gerichtsstreit ausgebrochen. Die LST Freizeitgestaltungs GmbH als Betreiberin der Wasserski- und Wakeboardanlage am Bernsteinsee kritisierte, dass durch die entstehende Sackgasse Umsatzeinbrüche im Saisongeschäft in derartiger Höhe drohen, dass die Existenz des Unternehmens gefährdet sei. Die LST zog dagegen vor Gericht.
In erster Instanz stimmte das Verwaltungsgericht Potsdam Mitte Mai dieser Argumentation zu. Der Landesbetrieb Straßenwesen legte gegen die Entscheidung Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) ein und bekam Mitte Juni Recht. Den Bauarbeiten steht seither nichts mehr im Weg, nur ein neuer Zeitraum musste gefunden werden.
Steffen Streu, Sprecher des Landesbetriebs Straßenwesen, konnte am Montag noch keine Bestätigung geben. Am Dienstag (1. Juli) hieß es dann aber ganz offiziell auf Nachfrage: „Wir fangen am 7. Juli an“. In einer Pressemitteilung erläutert der Landesbetrieb das genauere Vorgehen.
Ab Montag (7. Juli) wird die Straße bis voraussichtlich Mitte September gesperrt. Währenddessen werden die ersten beiden Bauabschnitte abgearbeitet. Zunächst vom „Ortsausgang Velten bis zur halben Einmündung Borgsdorfer Weg zwischen den beiden Autobahnbrücken A 111 und A 10“. Danach gehe von der zweiten Hälfte der Einmündung Borgsdorfer Weg bis vor Einmündung „Am Bernsteinsee“ weiter. Zu dieser Zeit ist der Bernsteinsee aus Borgsdorf zu erreichen.
Der dritte Bauabschnitt führt „etwa 100 Meter vor der Einmündung zum Betonwerk bis zum Ortseingang Pinnow“, wie es in der Mitteilung heißt. Auch dafür ist eine Vollsperrung nötig, die dann von Mitte September bis voraussichtlich Ende Oktober bestehen bleiben soll. Dann ist der Bernsteinsee wieder über Velten erreichbar.
Auch der Nahverkehr ist von der Sanierung betroffen. Sabine Fussan, Sprecherin der OVG, teilte am Dienstag (1. Juli) mit, dass die Linie 816 während der Arbeiten geteilt wird: „Während der ersten Bauphase fährt der Bus ab der Schule in Borgsdorf bis zur Haltestelle Bernsteinsee.“ Dort werde eine Wendeschleife eingerichtet. Hinter der Baustelle setze der Bus in Velten an der Haltestelle Ahornstraße ein und fahre von dort die gewohnte Strecke bis zur Schule in Velten-Süd.
Eltern sollen sich aber keine Sorgen um Verspätungen machen, so Fussan: „Der Fahrplan ist so angepasst, dass Schülerinnen und Schüler innerhalb der Ofenstadt weiter pünktlich zur Schule kommen und Ausflügler den Bernsteinsee weiter gut erreichen können.“




