Sport in Oranienburg: Stadt vergibt Preise – das sind die Gewinner

In Oranienburg wurden Preise für sportliches Engagement vergeben. Das sind die Gewinner.
Marco WinklerWer in Oranienburg sportliche Aktivitäten sucht, wird schnell fündig. Zahlreiche Vereine und Initiativen engagieren sich für Läufer, Angler, Speedskater, Kanuten, Fußballer oder Handballer. Mehrere von ihnen wurden am Mittwoch (2. Oktober) mit dem Ehrenpreis des Bürgermeisters ausgezeichnet. Wer die Gewinner sind und warum sie ausgezeichnet wurden.
Oranienburgs Stadtempfang findet traditionell am Vorabend zum Tag der Deutschen Einheit in der Orangerie statt. Das Motto in diesem Jahr: „Es lebe der Sport“. Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) machte auf die Bedeutung der Akteure für Oranienburg aufmerksam. Sport sei ein Gemeinschaftserlebnis, „bei dem wir nicht nur unsere körperlichen Muskeln trainieren, sondern ebenso unsere sozialen Muskeln“.
Oranienburg investiert mehr Geld in Sport als andere Städte
Sport halte gesund, fördere die Integration, helfe gegen Einsamkeit, ermögliche neue Freundschaften. Ehrgeiz gehöre dazu, doch Fair Play mache ihr erst wertvoll. „Bissige Sportler, Eltern oder Fans, die den Gegner, den Schiedsrichter oder sogar die eigenen Spieler beleidigen, bedrohen oder sogar angreifen, sind eine Schattenseite des Sports, die man nicht übersehen darf“, so Laesicke.
Oranienburg fördert seine Sportvereine mit mehreren hunderttausend Euro im Jahr. „Da investieren wir mehr als viele andere Städte in Brandenburg“, so Laesicke. Das Geld fließt unter anderem in die Kinder- und Jugendarbeit. Zudem werden Vereinen Sporthallen kostenlos zur Verfügung gestellt. „Außerdem statten wir insbesondere unsere Grundschulen nach Kräften mit Sporteinrichtungen aus.“
Ehrenpreis der Stadt Oranienburg für Judoclub Samura
Der Bürgermeister hatte, wie schon 2023, drei Ehrenpreise zu vergeben. Über einen Preis (Kategorie Verein) freute sich eine Gemeinschaft, die sich das Motto „Siegen durch Nachgeben“ zu eigen gemacht hat. Es geht bei Judo darum, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Den Judoclub Samura zeichneten, so Dezernent Christoph Schmidt-Jansa in der Laudatio, Werte aus: Bescheidenheit, Mut, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung, Selbstbeherrschung, Gemeinschaft und Selbstvertrauen.
Tausenden Kindern und Erwachsenen konnten diese Werte in über 30 Jahren vermittelt werden. Der Verein hat rund 500 Mitglieder. Vorsitzender ist Christian Lambeck. Schmidt-Jansa hob das Herzblut der ersten Vorsitzenden und heutigen Ehrenpräsidentin Gertrud Sasse hervor. Ihre Tochter Anja Sasse habe sich vor allem als Nachwuchstrainerin einen Namen gemacht. Sie sei die „unverzichtbare, unterstützende Kraft im Hintergrund“.
Ein weiterer Preis (Kategorie Initiative) ging an die Laufgemeinschaft Oberhavel. Seit 16 Jahren verabschieden die Mitglieder mit einem Silvesterlauf um den Lehnitzsee das alte Jahr und sammeln Spenden. Insgesamt kamen bislang knapp 40.000 Euro für den guten Zweck zusammen.
Auszeichnung für Laufgemeinschaft Oberhavel
Als unregelmäßiger Lauftreff gestartet, habe über die Jahre und mit dem Fokus, Kinder fürs Laufen zu begeistern, besonders eine Person „den Sport in Oranienburg und deshalb das Leben vieler Oranienburgerinnen und Oranienburger bereichert“, sagte Dezernent Eric Tenz in seiner Laudatio. Stellvertretend für ihre sportbegeisterte Familie nahm die Vorsitzende Kathrin Koczessa-Drößler den Ehrenpreis entgegen.
Die dritte Auszeichnung (Kategorie Einzelperson) erhielt Marina Relitz aus Zehlendorf, die 25 Frauen zwischen 40 und 80 Jahren regelmäßig zum Sport animiert und zahlreiche Aktivitäten organisiert, unter anderem das „Picknick in Weiß“ im Ortsteil. „Mit ihrer unerschöpflichen Energie hat sie aus der Sektion Frauenfitness beim Post SV Zehlendorf eine verschworene Gemeinschaft geformt“, so Dezernentin Stefanie Rose. Marina Relitz war sichtlich gerührt von ihrer Auszeichnung.
Ebenfalls mit Sportbezug auf dem Stadtempfang: Vier Olympioniken der Hochschule der Polizei, die sich bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris bewiesen hatten, erhielten für ihre Leistungen Urkunden. Sie durften sich zudem im Goldenen Buch der Stadt verewigen: Sportschützin Josefin Eder, Diskuswerferin Kristin Pudenz, Fabian Liebig (Moderner Fünfkampf) und Schwimmer Melvin Imoudu.






















