Toter in Berlin
: Nach tödlichen Schüssen am Bahnhof Zoo, Verdächtiger ermittelt

Nach den tödlichen Schüssen am Bahnhof Zoo haben die Ermittler einen Verdächtigen im Visier. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Friedrichshain wurden Beweismittel sichergestellt.
Von
dpa
Berlin
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Polizisten sichern Spuren vor dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin, wo ein 30-Jähriger Mann nach einem Streit durch Schüsse getötet wurde. Die Ermittler haben mittlerweile einen Verdächtigen im Visier.

Christophe Gateau/dpa
  • Mann nach Streit am Bahnhof Zoo angeschossen – 30-Jähriger stirbt noch am Tatort.
  • Tat am Hardenbergplatz in Charlottenburg kurz vor Mitternacht am Sonntag, 9. August 2026.
  • Täter fliehen, Hintergründe unklar; Mordkommission ermittelt laut Polizei.
  • Bahnhof Zoo ist wichtiger ÖPNV-Knoten, nahe Kurfürstendamm und Gedächtniskirche.
  • Polizei meldet mehr Schusswaffeneinsätze: 2025 waren es 1119, über 500 mit Schüssen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Mann ist nach einem Streit zwischen mehreren Menschen in Berlin auf offener Straße angeschossen und dabei tödlich verletzt worden. Sanitäter versuchten, den 30-Jährigen wiederzubeleben. Er starb aber noch am Tatort im Stadtteil Charlottenburg, wie die Polizei auf X mitteilte.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin sind die mutmaßlichen Täter auf der Flucht. Wie viele Schüsse bei dem Vorfall auf dem Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoologischer Garten am Sonntag, 9. August 2026, kurz vor Mitternacht abgefeuert wurden, sagte die Sprecherin nicht. Auch die Hintergründe des Streits blieben zunächst unklar. Die Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.

Der Tatort liegt im Berliner Westen. Der Bahnhof Zoologischer Garten gilt im Berliner ÖPNV als wichtiger Knotenpunkt. Für viele Touristen, die den westlichen Teil der Hauptstadt erkunden wollen, dient der Bahnhof als Ausgangspunkt. Unter anderem liegen die bekannte Einkaufsmeile Kurfürstendamm und die Gedächtniskirche in der Nähe.

Beamte haben Verdächtigen für tödliche Schüsse ermittelt

Nach neuen Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben die verantwortlichen Behörden mittlerweile einen Verdächtigen ermittelt. Die Fahndung nach dem Mann läuft auf Hochtouren. Laut „B.Z." wurde am Montagabend in Friedrichshain im Zusammenhang mit dem Fall eine Wohnung durchsucht, dabei seien Beweismittel sichergestellt und ein hochwertiges Auto beschlagnahmt worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte dies nicht kommentieren.

Ermittler vermuten einen Zusammenhang zur sogenannten Clankriminalität. Der getötete Mann stammt aus einer arabischen Großfamilie mit libanesischen Wurzeln. Laut „B.Z." versammelten sich am Dienstag Angehörige und Freunde zu einer Trauerfeier in einer Moschee in Neukölln.

Immer wieder zu Vorfällen mit Schusswaffen in Berlin

In Berlin kommt es immer wieder zu Vorfällen mit Schusswaffen. Erst am frühen Sonntagmorgen hatten Unbekannte auf die Scheibe einer Gaststätte in Neukölln geschossen. Am Wochenende zuvor war ein 38-Jähriger in Schöneberg angeschossen worden.

Laut Polizei hat der Einsatz von Schusswaffen in Berlin in der Vergangenheit stark zugenommen. „Streitigkeiten, die früher mit Fäusten ausgetragen wurden, werden heute vielleicht eher mit Schusswaffen ausgetragen“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel etwa im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses im Februar 2026.

Im Jahr 2025 registrierte die Berliner Polizei 1119 Fälle von Schusswaffengebrauch - ein Anstieg um 68 Prozent gegenüber 2024. Dabei wurde in mehr als 500 Fällen auch geschossen.