Übersicht
: Wer die Biotonne automatisch bekommt und wer sie erst bestellen muss

Bei der flächendeckenden Einführung der Biotonne im Oberhavel gibt es unterschiedliche Verfahren. Auf dem Land muss der Behälter bestellt, in der Stadt abgemeldet werden.
Von
Burkhard Keeve
Oberhavel
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Im Juli wird die Biotonne im Landkreis Oberhavel eingeführt. Auf der Karte ist zu erkennen, wer welche Schritte einleiten muss.

MMH

„Ab April/Mai wird allen Grundstückseigentümern wahlweise eine 120-Liter oder 240-Liter-Biotonne kostenfrei bereitgestellt. Die Biotonne ist für Garten- und Küchenabfälle geeignet“, informiert Umweltdezernent Egmont Hamelow (CDU). Die kostenfreie Bereitstellung der Biotonne erfolgt durch die Abfallwirtschafts-Union Oberhavel GmbH (AWU) im Auftrag des Landkreises Oberhavel und verbleibt im Eigentum der AWU. „Wir fangen mit Glienicke und Birkenwerder an“, sagt AWU-Chef Speder.

„Im Zuge der Anpassung zeitgemäßer Sammelsysteme hat der Kreistag Oberhavel im vergangenen September die landkreisweite Einführung der Biotonne auf freiwilliger Basis beschlossen,“ so Umweltdezernent Egmont Hamelow (CDU).  Nachdem zum Jahresbeginn die gelbe Tonne eingeführt wurde, könne der Oberhaveler jetzt die „Biotonne nutzen, um bares Geld zu sparen“, sagt Hamelow.

Die Gebühr für jede Entleerung beträgt 3,25 Euro (120-Liter-Behälter) beziehungsweise 6,50 Euro (240-Liter-Behälter). Es gibt keine Mindestentleerungen und keine Grundgebühr. Zum Vergleich: Die Entleerung einer Hausmülltonne beträgt 4,50 (120-Liter-Behälter) beziehungsweise 9 Euro für den 240-Liter-Behälter.

Zwei Bereiche

Für die Verteilung der Biotonnen wurde der Landkreis Oberhavel in zwei Bereiche eingeteilt. Je nach Lage des Grundstückes unterscheidet sich die Verfahrensweise bei der Aufstellung der Biotonnen. Im dichter besiedelten Südkreis wird die Biotonne ohne Antrag der Grundstückseigentümer bereitgestellt. Sollte diese jedoch nicht gewünscht sein, muss eine Abmeldung erfolgen.

In den ländlich geprägten Gebieten im Nordkreis bedarf es einer Anmeldung der Biotonne (siehe Karte). Da hier viele Hausbesitzer einen Kompost besitzen, wird auf Abruf entleert. Die Biotonnen sind mit einem Transponder (Chip) zur automatischen Erfassung der Behälterentleerungen ausgestattet sowie mit einem Aufkleber mit der jeweiligen Grundstücksadresse (Behälterstandort) versehen.

Der Laubsack verschwindet

Mit der Einführung der Biotonne wird der Laubsack 2021 in Oberhavel abgeschafft. Künftig sollen Laub und Grünschnitt auch in der Biotonne landen und auf diesem Wege verwertet werden. 2020 sind die Laubsäcke sowie Baum- und Strauchschnittmarken noch gegen eine Gebühr von je 2,50 Euro bis zum 30. September in allen Vertriebsstellen für den ehemals gelben Sack beziehungsweise im AWU-Servicebereich erhältlich. Die Abholung erfolgt bis zum Ende des Jahres.

Nähere Infos gibt es unter www.awu-oberhavel.de sowie im Abfallkalender.⇥bu