Umwelt: Oranienburgs neue Klimaschutzmanagerin kommt am 1. Oktober

Lautstarke Forderung nach Klimaschutz bei den Protesten von Fridays for Future in Oranienburg. Jetzt bekommt die Stadt eine Klimaschutzmanagerin.
Klaus D. GroteDrei Jahre lang hatte sich Oranienburg gemeinsam mit Henningsdorf und Velten im regionalen Wachstumskern von Anfang 2013 bis Ende 2015 eine Klimaschutzmanagerin geleistet. Zuvor hatten die Städte gemeinsame Ziele definiert. Als die Förderung des Klimaschutzmanagements auslief, sahen die Kommunen auch keinen Bedarf mehr für die Stelle. „Wir waren damals noch nicht so weit“, sagt Baustadtrat Frank Oltersdorf, in dessen Dezernat die Stelle nun angesiedelt wird. „Jetzt werden die Themen immer dichter.“ Der Job umfasse eine Querschnittsaufgabe für alle Verwaltungsbereiche. Die neue Managerin soll ein Konzept mit aktuellen Anforderungen erstellen, das über den Einsatz von E–Autos im Verwaltungsfuhrpark und Recyclingpapier in den Druckern hinausgeht.
Themen könnten auch Radwegekonzepte, erneuerbare Energien und Energieeffizienz sein. Für das damals ausgesprochene Ziel, Straßenbeleuchtung mit LED auszustatten, benötigt es kein Konzept mehr. Nach dem Auslaufen der früheren Stelle war auch davon die Rede, dass die Stadtwerke Oranienburg Aufgaben zum Klimaschutz übernehmen sollten.
Im Beschlussantrag zum Klimaschutzkonzept heißt es, dass Kommunen eine besondere Bedeutung beim Klimaschutz zukomme, denn ein großer Teil der klimarelevanten Emissionen wird in Städten, Gemeinden und Kreisen erzeugt.
Die Stelle wird nun zum 1. Oktober unbefristet neu besetzt. Die künftige Klimaschutzmanagerin arbeitet bereits seit acht Jahren in dieser Funktion in einer Landkreisverwaltung in Brandenburg, lebt aber in Oranienburg und freut sich nach eigenen Worten auf die neue Aufgabe.