„Die Resonanz ist riesig“, freut sich Markus Hußner, Geschäftsführer der Firma Ernst Recycling über zahlreiche Anrufer, die diesen Sonnabend bei der Beseitigung des großen Schutthaufens im Wald bei Summt helfen wollen. Auch Mitglieder der Regionalverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Sportverein Forst Borgsdorf wollen kommen. Treffpunkt ist um 10 Uhr vor Ort.

Unternehmer will ein Zeichen setzen

Hußner hat zu der Aufräumaktion aufgerufen, nachdem von der illegalen Entsorgung erfuhr. Ende Januar wurde die Umweltverschmutzung von unserer Zeitung entdeckt und vermeldet.
Der Unternehmer will mit der Aktion ein Zeichen setzen und auf die Problematik aufmerksam machen. Immer wieder wird illegal Müll und Bauschutt in den Wald gebracht – meistens nachts und am Wochenende.
Markus Hußner stellt zwei große 40-Kubikmeter-Container auf, die mit zwei Lastwagen dann abgefahren werden. Das sollte reichen. Er schätzt, dass etwa 50 Kubikmeter illegal in den Wald gebracht wurde. Das Material kommt vermutlich von einem Grundstück, das freigeräumt wurde. In dem Haufen befinden sich nicht nur Schalungsbretter und Holzbalken, sondern auch Reste eines Schuppens oder Bungalows sowie Baumstämme. Inzwischen sind dort zudem noch gut zehn Kubikmeter Sand abgekippt worden.

Müll kann auch im Wald gesammelt werden

Sollten mehr Helfer als notwendig erscheinen, verteilt der Recycling-Experte Müllsäcke. „Dann kann im Umkreis der Fundstelle Müll aus dem Wald, der dort überall rumliegt, geholt werden. Den entsorgen wir dann gleich mit.“ Dieses Angebot ist vor allem für Familien mit Kindern gedacht, die sich beteiligen wollen. Er bittet, robuste Schuhe anzuziehen und Arbeitshandschuhe mitzubringen. Die Kosten für die gesamte Aktion inklusive Entsorgung übernimmt das Unternehmen Ernst Recycling. Gerechnet wird mit mehreren Tausend Euro.

Zufahrt nicht zuparken!

Hußner bittet Helfer, die Zufahrt zum Schuttberg nicht zuzuparken. Die Freiwilligen sollten besser an der Kreisstraße am ausgewiesenen Waldparkplatz oder an der Straße, die zur Autobahn führt, ihre Fahrzeuge abstellen. Der Einsatzort ist einfach zu finden. Wenn die Stromtrasse die Kreisstraße zwischen Summt und Briese quert – das ist in der Nähe der Straße in Richtung Bergfelde-Heideplan –, kann geparkt werden. Von dort aus sind es in nördlicher Richtung wenige hundert Meter bis zum Schuttberg. Zu beachten ist, dass die Autobahnbrücken in Briese und Bergfelde abgerissen sind. Eine Anfahrt ist nur über Briese und Summt möglich.

Die Corona-Regeln sind einzuhalten!

Hußner bittet eindringlich, sich an die Corona-Regeln zu halten. „Wir sind zwar an der frischen Luft. Aber wenn es Verfehlungen gibt, bekommt die positive Aktion einen negativen Beigeschmack. Und das wäre schaden.“ Er appelliert an den gesunden Menschenverstand, die Aktion und auch die eigene Gesundheit nicht zu gefährden. Hußner weist darauf hin, dass die Teilnahme an der Aktion auf eigene Gefahr geschieht.
Der Initiator der Aktion hofft, dass die Teilnehmer mit einem guten Gefühl ins Wochenende gehen.
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