Unfall auf A10: Nach Lkw-Brand bei Mühlenbeck gesperrt - wann Verkehr wieder fließt

Nachdem ein Lkw in Brand geraten war, musste die Autobahn A10 gesperrt werden.
P. Neumann- Lkw-Auflieger brannte auf der A10 zwischen Birkenwerder und Mühlenbeck.
- Autobahn Richtung Dreieck Pankow wurde voll gesperrt, Gegenfahrbahn blieb offen.
- Brandursache unklar, mögliche Gründe: technischer Defekt oder Reifenprobleme.
- Lkw soll 22 Tonnen Kakao geladen haben, keine Verletzten oder weitere Fahrzeuge betroffen.
- Starker Rückstau vor der Unfallstelle, mindestens 30 Minuten Zeitverlust laut ADAC.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Durch die Streckenkontrolle der Autobahngesellschaft konnte am Sonnabendmorgen (29. November) der Leitstelle Eberswalde sehr schnell ein Unfall auf der A10 gemeldet werden, wodurch die Rettungsmaßnahmen sofort anlaufen konnten.
Dennoch beschäftigt der Unfall Feuerwehr und Rettungskräfte seit mittlerweile mehr als 24 Stunden. Am Sonntag (9.30 Uhr) waren auf der A10 Richtung Frankfurt/Oder und Berlin-Pankow zwischen den Anschlussstellen Birkenwerder und Mühlenbeck noch immer zwei der drei Fahrspuren gesperrt. Im Gegensatz zum Sonnabend gibt es am Sonntagvormittag allerdings keine großen Staus, teilte die Autobahnpolizei Walsleben mit. Das dürfte vor allem am ruhigen Sonntagsverkehr liegen.
Am frühen Morgen gelang es den Einsatzkräften, den in Polen zugelassenen Lkw samt abgebrannten Auflieger zu bergen und vom Unfallort abzutransportieren, hieß es vonseiten der Autobahnpolizei. Seither wird daran gearbeitet, die Fahrbahnen zu reinigen. Da ein großer Teil der transportierten 22 Tonnen Kakao auf die Autobahn floss, handelt es sich um aufwändige Arbeiten. Die Polizei hofft, dass der Unfallort gegen 10 Uhr beräumt ist und anschließend alle Fahrspuren wieder für den Verkehr freigegeben werden können.

Riesige Mengen an Kakao mussten am Unfallort beseitigt werden. Am Sonntagmorgen wurde die Fahrbahn gereinigt, damit anschließend der Verkehr wieder auf allen drei Spuren fließen kann.
P. NeumannDie Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauern weiter an. „Wir gehen von einem technischen Versagen aus“, war von der Autobahnpolizei zu hören. Detailliertere Angaben sind noch nicht möglich.
Doch wie kam es zu dem folgenschweren Unfall? Die Polizei erhielt am Sonnabend gegen 7.30 Uhr die Information, dass auf der Autobahn A10 zwischen den Anschlussstellen Birkenwerder und Mühlenbeck in Fahrtrichtung Frankfurt/Oder und Berlin-Pankow der Auflieger eines Lkw in Flammen aufgegangen ist. Später konkretisierte sich diese Angabe. Demnach befindet sich der Unfallort etwa 500 Meter vor der Abfahrt Mühlenbeck.

Der Lkw war mit 22 Tonnen Kakao beladen. Die Löscharbeiten dauerten Stunden.
P. Neumann„Dieser stand in Vollbrand“, informierte Tilo Milbrath von der Polizeiinspektion Oranienburg. Damit die Feuerwehr den Brand löschen konnte, musste die Autobahn in Fahrtrichtung Dreieck Pankow voll gesperrt werden. Die starke Rauchentwicklung sorgte auch für Sichtbehinderungen auf der Gegenfahrbahn Richtung Hamburg. Diese blieb aber für den Verkehr frei.
Im Laufe des Mittags konnte eine Fahrspur in Richtung Dreieck Pankow freigegeben werden. Dennoch staute sich der Verkehr auch nach 14 Uhr noch erheblich.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der mit rund 22 Tonnen Kakaopulver beladene Auflieger bereits teilweise in Flammen. Noch bevor die Feuerwehr eintraf, handelten Ersthelfer der Havellandautobahn geistesgegenwärtig: Sie machten den Lkw-Fahrer auf den Brand aufmerksam und unterstützten ihn dabei, die Zugmaschine vom brennenden Auflieger abzukoppeln. Durch dieses schnelle Eingreifen konnte verhindert werden, dass die Flammen auf den vorderen Fahrzeugteil übergriffen.
Da das Kakaopulver palettiert transportiert wurde und durch die Hitze bereits beschädigt war, verteilte sich ein Teil der Ladung großflächig auf der Fahrbahn. Für die Brandbekämpfung musste die komplette Fracht abgeladen, sofern nicht bereits auf der Autobahn verteilt, abgelöscht werden. Insgesamt waren rund 80 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort.
Nachdem die Ladung auf einen herbeigeschafften Auflieger transportiert worden war, fing diese dort erneut an zu brennen. Daher musste die Feuerwehr gegen 21:45 Uhr wieder tätig werden. Durch den Brand wurde der Auflieger nicht beschädigt und blieb fahrbereit, jedoch musste dieser wieder komplett entladen werden. Das lose Kakaopulver wurde dazu in Container verladen und in diesen restlos abgelöscht.
Hierzu musste über die gesamte Zeit der rechte und mittlere Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Prenzlau gesperrt bleiben. Während der gegen 1.30 Uhr begonnenen Reinigungsarbeiten musste die Automaten zweimal voll gesperrt werden, bevor ab zirka 3 Uhr zwei Fahrstreifen wieder befahrbar waren
Keine Verletzten, aber 120.000 Euro Schaden
Weshalb der Lkw in Brand geriet, ist noch unklar. Bestätigt ist nur, dass es kein Unfall war, der das Unglück auslöste. Mögliche Ursachen können ein technischer Defekt oder Probleme mit einem Reifen gewesen sein. Herausstellen wird sich das erst durch die weiteren Ermittlungen.
Nach bisherigem Kenntnisstand wurde kein weiteres Fahrzeug in das Unglück verwickelt. Auch Verletzte hat es nicht gegeben. Nicht auszuschließen ist auch, dass sich die Ladung erhitzt und entzündet hat. Eine erste grobe Schätzung des Schadens beläuft sich auf 120.000 Euro.

Durch das Feuer hatte sich der Kakao auf der gesamten Fahrbahn ausgebreitet.
P. NeumannNach Angaben des ADAC kam es den ganzen Tag über zu kilometerlangen Staus. Zwischenzeitlich mussten Autofahrende mit mindestens einer Stunde Zeitverlust rechnen. Auch nach Freigabe einer Fahrspur drei Stunden nach dem Unfall kam es weiter zu erheblichen Behinderungen.

