Wie Hauptkommissar Heiko Bettin von der Polizeiinspektion Oberhavel am Donnerstagmittag auf telefonische Nachfrage bestätigte, hatte ein Zeuge am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr die Polizei über ein Schiff informiert, dass im Oranienburger Schlosshafen gesunken ist. Lediglich der obere Teil des Bootes rage noch aus dem Wasser.

Feuerwehr richtet Öl-Barriere um das gesunkene Schiff ein

Feuerwehr und Polizei trafen kurz darauf am Hafen ein. „Zum Glück konnte festgestellt werden, dass keine Flüssigkeiten aus dem Boot austraten“, so Bettin. Die Feuerwehr richtete dennoch zur Sicherheit eine schwimmende Öl-Barriere um das gesunkene Schiff ein. Bei dem gesunkenen Wasserfahrzeug handelt es sich um ein Schiff des Kampfmittelräumdienstes, wie Bettin bestätigt. Die Kampfmitteltaucher sind zurzeit für die Bombensuche in Vorbereitung des Wiederaufbaus der Schleuse Friedenthal im Einsatz.

Kran zieht gesunkenes Schiff aus dem Wasser

Am Donnerstagnachmittag zog dann ein Kran das gesunkene Schiff aus dem Wasser. „Das Boot wird natürlich genau untersucht, um die Ursache für das Sinken zu finden“, so Bettin. Eine erste Vermutung der Einsatzkräfte vor Ort, dass eine Dichtung im Antriebsbereich undicht gewesen sein könnte, ließ sich bislang nicht bestätigen. Nachdem das Boot aus dem Wasser gehoben wurde, landete es auf einem Trailer und wurde abtransportiert. Von außen waren keine sichtbaren Schäden am Schiff erkennbar, die genaue Ursache ist also weiterhin unklar.