Verkehr in Oranienburg
: Mehr Tempo 30 auf wichtigen Straßen

In Oranienburg wird Tempo 30 auf mehreren Hauptstraßen ausgeweitet. Wie die Stadt das begründet und welche Abschnitte konkret betroffen sind.
Von
Marco Winkler
Oranienburg
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Neue Tempo-30-Abschnitte auf Hauptverkehrsstraßen in Oranienburg, wie hier in Lehnitz,

Die Stadt Oranienburg hat an mehreren Stellen die Tempo-30-Zonen ausgeweitet. Welche Straßen betroffen sind.

Stadt Oranienburg/Sven Dehler
  • Oranienburg weitet Tempo 30 auf mehreren Hauptstraßen aus – Ziel sind Sicherheit und weniger Lärm.
  • Neue Abschnitte: Saarlandstraße zwischen Kreisverkehr und Kita sowie Lückenschluss in der Friedrich-Wolf-Straße.
  • André-Pican-Straße zwischen Turm-Erlebniscity und Heidelberger Straße, plus Aderluch Richtung Norden.
  • Grundlage ist die Novelle der Straßenverkehrsordnung 2024, die Limits an schutzbedürftigen Orten erlaubt.
  • Weitere vorgeschlagene Abschnitte, vor allem an Schulwegen, prüft die Straßenverkehrsbehörde noch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Stadt verfolgt mit weiteren Tempo-30-Abschnitten in Oranienburg ein Ziel: „Weniger Lärm, weniger Abgase, aber vor allem: mehr Sicherheit“, heißt es in einer Mitteilung. Auf mehreren Hauptverkehrsstraßen wird die abschnittsweise schon bestehende Tempo-30-Regelung ausgeweitet.

„Die entsprechenden Anordnungen der zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oberhavel liegen vor und werden nun umgesetzt“, informierte Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer am Dienstag, 29. September. Sie nennt konkrete Abschnitte.

In der Saarlandstraße gilt künftig zwischen dem Kreisverkehr und der Kita Tempo 30. In der Friedrich-Wolf-Straße wird zwischen Gutsplatz und Rondell auf einer bestehenden Tempo-30-Strecke gleichfalls eine Lücke geschlossen.

Auf welchen Straßen Tempo 30 ausgeweitet wurde

In der André-Pican-Straße wird der Bereich zwischen der Turm-Erlebniscity und der Heidelberger Straße im Kontext des dortigen Fußgängerüberweges und der Kreismusikschule auf Tempo 30 begrenzt. Außerdem wird der Tempo-30-Bereich im Aderluch, bedingt durch die Lage der Caritas-Werkstatt, in Richtung Norden erweitert.

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Fehlauer stellt klar: Es handelt sich dabei nicht um klassische Tempo-30-Zonen, wie sie in Wohngebieten angeordnet werden. „Vielmehr geht es um Tempolimits auf einzelnen Abschnitten von Hauptstraßen zugunsten der Verkehrssicherheit“, führt Sven Dehler vom Stadtplanungsamt aus.

Durch die 2024 in Kraft getretene Novelle der Straßenverkehrsordnung ist es möglich, nicht nur an Schulen, Kitas und Altenheimen Tempo-30-Limits auszuweisen, sondern auch an schutzbedürftigen Orten wie Spielplätzen, Fußgängerüberwegen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Auch der Lückenschluss zwischen bestehenden Tempo-30-Strecken ist inzwischen auf einer Länge von bis zu 500 Metern möglich.

Tempo 30 für Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderung

„Gerade dort, wo beispielsweise viele Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen unterwegs sind, kann eine reduzierte Geschwindigkeit zu mehr Sicherheit beitragen“, teilt die Stadt mit. Gleichzeitig gehe es nicht um eine pauschale Ausweitung von Tempo 30, sondern um gezielte Maßnahmen an den Stellen, wo es sinnvoll ist.

Schon im Herbst 2025 hatte die Stadt dem Landkreis mehrere Abschnitte für Tempo 30 vorgeschlagen. Grundlage dafür waren unter anderem bereits bestehende Empfehlungen aus dem Verkehrsentwicklungsplan sowie Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung.

Seit 2021 ist Oranienburg Mitglied der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten (Tempo 30)“. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass Tempo 30 einfacher, auch an Hauptstraßen und sogar flächendeckend angeordnet werden kann.

Die Stadtverordnetenversammlung hat sich im Rahmen der verkehrspolitischen Leitlinien zwischenzeitlich zwar auf eine Regelgeschwindigkeit von Tempo 50 auf Hauptverkehrsstraßen verständigt, gleichzeitig aber auch gefordert, dass diese konsequent an der Verkehrssicherheit auszurichten sei.

Mit den ersten Anordnungen ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Weitere von der Stadt vorgeschlagene Abschnitte, die insbesondere hoch frequentierte Schulwege betreffen, befinden sich aktuell noch in Prüfung durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde.