Vogelgrippe in Kremmen
: Entertainer Frank Zander verliert Gans Erna an die Vogelgrippe

Auf dem Spargelhof Kremmen mussten bereits Tausende Gänse und Enten getötet werden. Jetzt starb auch die adoptierte Gans des Berliner Sängers Frank Zander an dem Virus.
Von
Alexander Czekalla
Kremmen
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Frank Zander: ARCHIV - 23.10.2024, Berlin: Frank Zander, Sänger, nimmt an einer Pressekonferenz zur neu gegründeten Frank Zander Stiftung teil. Die Stiftung soll zusammen mit der Caritas Zanders Engagement für obdachlose und bedürftige Menschen in Berlin dauerhaft sichern. (zu dpa: «Frank Zander richtet 30. Weihnachtsfeier für Obdachlose aus») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zutiefst betrübt: Frank Zander hat seine 2018 nach amerikanischem Vorbild vor der Schlachtung bewahrte Gans Erna verloren.

Fabian Sommer/dpa
  • Frank Zander verlor seine Gans Erna vom Spargelhof Kremmen an die Vogelgrippe.
  • Rund 5000 Gänse und 3600 Enten des Hofes mussten getötet werden, ein Kranich übertrug das Virus.
  • 2018 hatte Zander Gans Erna nach US-Vorbild vor der Schlachtung gerettet und auf dem Hof untergebracht.
  • Trotz der Krise plant Zander seine Weihnachtsfeier für Obdachlose am 22. Dezember im Berliner Estrel Hotel.
  • Rund 2500 Gäste sollen Gänsebraten erhalten, Kostensteigerungen werden durch Spenden gedeckt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Berliner Entertainer Frank Zander hat wegen der Vogelgrippe ein besonderes Tier verloren: Gans Erna vom Spargelhof Kremmen (Oberhavel). Das Tier musste getötet werden, wie Sohn Marcus Zander der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

„Das ist eine echte Tragödie – nicht nur für meine Gans Erna, sondern natürlich für alle Geflügeltiere“, kommentiert Frank Zander.

Der Spargelhof Kremmen musste bereits rund 5000 Gänse in Freilandhaltung töten. Ein infizierter Kranich soll das hoch ansteckende Virus auf die Tiere übertragen haben. Außerdem mussten auch rund 3600 Enten des Betriebs getötet werden.

Gemeinsam mit seinem Freund Ulli Wegner kam Zander zum ersten Mal im Mai 2016 zufällig auf den Spargelhof Kremmen, um Spargel zu essen, wie der Agrarbetrieb in einem Blogbeitrag auf seiner Webseite berichtet. Die Chemie zwischen den Betreibern des Hofs und dem bundesweit bekannten Entertainer habe sofort gestimmt.

Gans Erna wurde 2018 „begnadigt“

2018 „begnadigte“ der Sänger und Entertainer Frank Zander nach amerikanischem Vorbild eine Gans. Inspiriert wurde er von der Tradition, bei der dem „Nationalen Thanksgiving-Truthahn“ vom Präsidenten der USA das Leben geschenkt wird. Zander bewahrte das Tier so vor dem Schicksal, als köstliche Weihnachtsgans auf dem Teller zu landen.

In Anlehnung an seinen ersten großen Hit „Erna kommt“, gab der heute 83-Jährige der Gans den Namen „Erna“. Sie bekam ein eigenes kleines Gelände mit Schild. Gemeinsam mit einem Ganter bekam Erna auch Nachwuchs. Diesen taufte Zander ebenfalls nach seinen bekannten Hits. Die Tiere heißen „Eileen“ und „Kurt“.

Als der Sänger von dem Projekt des Spargelhofs erfuhr, eigene Freilandgänse aufzuziehen und zu vermarkten, kam die Idee auf, Zanders Engagement rund um sein traditionelles Weihnachtsessen für Obdachlose, bei dem Gänse auf die Tafel kommen, mit einer Spendenaktion aus Kremmen zu unterstützen.

„Seit Jahren unterstützt der Spargelhof auch meine Weihnachtsfeier. Ich hoffe sehr, dass diese verdammte Vogelgrippe bald überstanden ist. Vielleicht kann ich dann im nächsten Jahr eine neue Erna taufen“, gibt sich Frank Zander hoffnungsvoll.

Weihnachtsfeier für Obdachlose wieder mit Gänsebraten

Die Weihnachtsfeier findet in diesem Jahr am 22. Dezember im Berliner Estrel Hotel statt, wie Marcus Zander ankündigte. „Wir erwarten ca. 2500 obdachlose und bedürftige Menschen. Die Einladung erfolgt in circa 80 sozialen Einrichtungen der Stadt“, so der Sohn des Sängers.

Seit 30 Jahren ist Zanders Weihnachtsaktion Tradition, und daran soll trotz grassierender Vogelgrippe in diesem Jahr festgehalten werden, und den Gästen ein Gänsebraten serviert werden. „Auch wenn die Gänsekeule in diesem Jahr deutlich teurer wird, so werden wir versuchen, mithilfe von Spendengeldern diese Mehrkosten zu tragen“, sagt Marcus Zander.