Volleyball
: VSV Havel bezwingt Spitzenreiter

Die Volleyballerinen vom VSV Havel Oranienburg haben in der 3. Volleyball-Liga Spitzenreiter Rotation Prenzlauer Berg bezwungen.
Von
Steffen Kretschmer
Oranienburg
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  • Matchball vergeben: Anne Matthes (links)

    Matchball vergeben: Anne Matthes (links)

    Moritz Franke
  • Angespannt: Havel-Trainer Robert Hinz

    Angespannt: Havel-Trainer Robert Hinz

    Steffen Kretschmer
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Dass die Begegnung im Tie-Break entschieden werden musste, hatte sich der VSV selbst zuzuschreiben. Oranienburg machte trotz einiger guter Chancen zuvor den Satz einfach nicht zu. Das wohl beste Beispiel: „Im vierten Satz liegen wir zum Schluss vorne und haben alle Möglichkeiten, beim Stand von 24:23 den 3:1-Sieg einzufahren. Und in neun von zehn Fällen macht Anne Matthes den Punkt auch. Diesmal ist aber der zehnte von diesen zehn Fällen eingetreten“, kommentierte VSV-Trainer Robert Hinz den vergebenen Matchball.

Und auch der ehemaligen Nationalspielerin (120 Länderspiele) „blutete das Herz, weil ich weiß, dass ich relativ blockfrei war und das Ding nicht eingehauen habe. Es ist schade, dass wir es nicht in vier Sätzen geschafft haben. Wir sollten uns aber trotzdem über den Sieg freuen“, sagte Matthes.

Genau das sah auch Coach Robert Hinz so. Er zog ein ausschließlich positives Fazit. „Mich freut es sehr, dass wir jetzt jedes Team in der Liga besiegt haben.“ Stolz war er auch, „dass wir unseren schwächeren zweiten Satz gut abgehakt und alle anderen Durchgänge taktisch klug gespielt haben. Ich rechne den Mädels hoch an, dass sie Moral gezeigt haben.“

Denn die war genauso gefragt wie durchweg gute Nerven. Selten konnte sich in dieser Begegnung ein Team entscheidend absetzen. Und konnte mal ein Vorsprung wie im vierten Satz für den VSV erspielt werden, musste man immer wieder den Gegner auf der Rechnung haben. Kein Wunder, das Robert Hinz von einem Spitzenspiel sprach, das seinen Namen auch verdient hatte. Gehemmt sei niemand gewesen, sagte der Coach. „Sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite, haben alle schon einmal in der ersten oder zweiten Bundesliga gespielt. Die Spielerinnen kennen ganz anderen Druck, als in der dritten Liga in einem solchen Spiel auf dem Feld zu stehen.“