Wahlkampf
: Heinz Ließke will den Sprung in den Landtag schaffen

Wensickendorfs Ortsvorsteher Heinz Ließke will für die Freien Wähler in den Landtag.
Von
Friedhelm Brennecke
Wensickendorf
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Direktkandidat im Wahlkreis Oranienburg, Leegebruch, Liebenwalde (Oberhavel III): Heinz Ließke wirbt mit sechs solchen Großaufstellern für die Wahl in den Landtag, vor allem aber dafür, dass die Freien Wähler auf sechs Prozent der Wählerstimmen kommen

Friedhelm Brennecke

„Mir macht es Freude, etwas für das demokratische Gemeinwesen zu tun“, sagt der pensionierte Polizeidirektor, der sich mehr Personal bei Polizei und Justiz wünscht, um Verfahren schneller abschließen zu können. Den Schwung der Kommunalwahlen, bei denen BVB/Freie Wähler landesweit sechs Prozent holten, sieht auch der Wensickendorfer als gutes Omen dafür, dass die Freien Wähler mit sechs Prozent den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde in den Landtag klar schaffen.

Buhlen um Zweitstimmen

„Dazu will ich mit ganzer Kraft meinen Beitrag leisten“, sagt Heinz Ließke. Für ihn selbst dürfte dabei kaum ein Landtagsmandat herausspringen. Denn dazu müsste er den Wahlkreis direkt gewinnen, also die Mehrheit der Erststimmen holen. Das hält er selbst  für unrealistisch. Gering schätzt er seine Chancen ein, über die Landesliste in den Landtag einzuziehen. Denn er steht erst auf Platz 16. Allenfalls hätte er als Nachrücker noch eine Chance auf ein Mandat.

Doch Ließke will den Erfolg der Freien Wähler, kämpft also uneigennützig dafür, dass sie möglichst viele Zweitstimmen bekommen, um den Sprung in den Landtag zu schaffen. „Nicht meckern – machen!“, lautet ohnehin seine Devise. Die verfolgt er bereits als Kommunalpolitiker und lässt sich auch nicht unterkriegen, wenn sich nicht gleich Erfolge einstellen, wie etwa beim Radweg zwischen Wensickendorf und Wandlitz. Ließke ärgert sich darüber, dass Zusagen, die seitens des Infrastrukturministeriums den Kommunalpolitikern gemacht wurden, nicht eingehalten werden. „Das zerstört Vertrauen, schafft Verdruss und treibt Frustrierte in die Fänge rechter Populisten“, sagt Heinz Ließke. „Das darf nicht passieren!“, bekräftigt er. Und das meint Ließke ernst und das nimmt man ihm auch ab.

Den Menschen zuzuhören und ihnen reinen Wein einzuschenken, was von ihren Vorstellungen und Wünschen realistisch ist und was nicht, das praktiziert er mit gesundem Menschenverstand. Nicht Parolen, sondern Inhalte zählen. Ein wichtiges Thema für Heinz Ließke ist eine gesunde Infrastruktur mit endlich sschnellem Internet, mehr Bussen und Bahnen, um Dörfer nicht abzuhängen und Pendlern die Chance zu geben, ihr Auto auch mal stehen lassen zu können.

Die Stärkung des ländlichen Raums liegt ihm aber besonders am Herzen „Wir wollen lebenswerte Dörfer mit konventioneller Landwirtschaft und auch mit Biobetrieben. Die Bauern müssen von ihrer Arbeit leben können. Wer sich über krähende Hähne aufregt, sollte das Land jedoch meiden“, sagt Ließke ganz klar. Eine Massentierhaltung mit allen ihren Problemen dürfe und könne nicht die Lösung sein. Örtliche Landwirte müssten die Chance bekommen, Ackerflächen zu fairen Konditionen erwerben zu können. Für bezahlbaren Wohnraum und auch dafür, dass ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung ihren Lebensabend verbringen können, dafür will sich Ließke weiter einsetzen.

Zur Person

Heinz Ließke wurde 1953 geboren und ist in einem Dorf in der Nähe von Senftenberg aufgewachsen. Seit 1993 lebt er in Wensickendorf.

Ließke ließ sich zum Polizisten ausbilden. Als Polizeidirektor war in seinen letzten Dienstjahren für die sportliche Ausbildung und Betätigung angehender Polizisten in der Polizeifachhochschule (jetzt Hochschule) Oranienburg verantwortlich. In dieser Eigenschaft organisierte er auch internationale Polizeisportmeisterschaften in Berlin und Brandenburg  mit.

Heinz Ließe ist verheiratet, hat zwei eigene und zwei angeheiratete Kinder, die alle bereits erwachsen sind.  Er ist seit Langem Vorsitzender des Feuerwehrvereins Wensickendorf und gehört der Alters- und Ehrenabteilung der Wensickendorfer Wehr an.⇥bren