Wahlprogramm
: CDU wirbt mit dritter Havelbrücke um Stimmen

Oranienburgs CDU hat ihr Wahlprogramm verabschiedet und darin zahlreiche Vorschläge auch für die Ortsteile unterbreitet.
Von
Friedhelm Brennecke
Oranienburg
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Präsentieren das CDU Kommunalwahlprogramm: Vorsitzende Nicole Walter-Mundt und Fraktionsvize Frank Rzehaczek

privat/Christian Howe

„Aus Ideen Zukunft machen!“, ist das Programm überschrieben, das sich angesichts der Fülle von Wünschen sicher kaum vollständig in den nächsten fünf Jahren wird realisieren lassen. „Da unsere wachsende Stadt vor gewaltigen Herausforderungen steht, sind uns einige Punkte natürlich besonders wichtig“, sagt die Oranienburger CDU-Vorsitzende und Spitzenkandidatin im Wahlkreis 5, Nicole Walter- Mundt. „Und dazu gehört die Verkehrspolitik. Hier brauchen wir eine Wende um 180 Grad“, sagt die Vorsitzende.

Dazu müsse das Bus- und Bahnangebot deutlich ausgeweitet werden. Längst fällig sei zudem ein einheitlicher Verkehrstarif für das gesamte Stadtgebiet, um einige Ortsteile nicht weiter zu benachteiligen. Konsequent einfordern will die CDU auch den Zehn-Minuten-Takt auf der S1. „Denn nur ein attraktiver Nahverkehr bewegt die Menschen dazu, auch mal freiwillig auf das Auto zu verzichten“, ist Nicole Walter-Mundt überzeugt.

Für Oranienburgs Innenstadt stellen sich die Christdemokraten eine bessere Lenkung der Verkehrsströme mit einem Parkleitsystem und mehr Stellplätzen für Autos vor. Dazu halten sie auch an ihrer alten Forderung fest, die Walther-Bothe-Straße bis zur Lehnitzstraße zu verlängern und dort eine dritte Havelbrücke zu bauen. „Wichtig ist uns auch der Tunneldurchbruch zur Bahnhofsrückseite, weil das der Stadt ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten gibt“, sagt  Nicole Walter-Mundt.

Am Bahnhof Sachsenhausen will sich die CDU für einen überdachten Fahrradabstellplatz und einen P&R-Platz für Pendler einsetzen. Mehr Radabstellplätze wünschen sie sich auch an Bushaltestellen sowie eine Beleuchtung des Radweges zwischen Sachsenhausen und Friedrichsthal.  Dringend nötig sei zudem eine Bushaltestelle am Tierpark Germendorf. Für die Gedenkstätte Sachsenhausen halten die Christdemokraten eine Umlenkung der Besucherströme für angezeigt. Dazu sei auch der Haupteingang der Gedenkstätte zu verlegen, steht als Idee auf dem Flyer im Wahlkreis 2.

„Wir wollen aber auch bei den Themen Sicherheit und Ordnung neue Akzente setzen“, sagt CDU-Fraktionsvizechef Frank Rzehaczek. „Vor allem im Karree Bahnhofsplatz, Pferdeinsel, Blaues Wunder und Louise-Henriette-Steg brauchen wir eine stärkere Präsenz des Ordnungsamtes und der Polizei“, sagt Rzehaczek.  Denn kaum eine Woche vergehe ohne Nachrichten von Vandalismus oder Diebstahl. „Ein neues Sicherheitskonzept der Stadt sollte dabei Möglichkeiten der Videoüberwachung an kriminalitätsbelasteten Orten berücksichtigen“, findet Rzehaczek.

Bei allen Ideen müssten aber auch die begrenzten Haushaltsmittel der Stadt im Auge behalten werden, sind sich die Christdemokraten einig. „Diese Mittel nachhaltig und zielgerichtet für die Verbesserung der Infrastruktur einzusetzen, bleibt unser Ziel“, sagt Nicole Walter-Mundt. „Eine Gießkannen- und All-Inklusive-Politik wird es mit uns nicht geben. Das lehnen wir konsequent ab“, sagt sie. Denn das schade nicht nur künftigen Generationen, sondern schränke auch deren Handlungsspielräume weiter ein, so die CDU.

Das Wahlprogramm mit den wahlkreisspezifischen Ideen der Kandidaten ist auch unter www.cdu-oranienburg.de anbrufbar.

Vorschläge

■ WK 1: Feuerwehrneubau in Friedrichsthal; Einzäunung Spielplatz Malz;

■ WK 2: bäuerliche Landwirtschaft erhalten, Massentierhaltungsanlagen ablehnen;

■ WK 3: Flaniermeile am Fischerweg, Gartencharakter erhalten; Bootsclub Möwe in nachhaltiges Konzept mit integrieren;

■ WK 4: Radwegeausbau sowie Bau von Kita und Schule in der Weißen Stadt; Ampel am Anger in Germendorf;

■ WK 5: Spielplätze erweitern und aufwerten; Verbesserung soziale Infrastruktur in Lehnitz-Ost;⇥(bren)