Wohnen in Berlin-Spandau
: Das passiert im Siemensstadt Square ‒ 2750 Wohnungen geplant

Grundstein gelegt: Seit 5 Jahren werden Wohnungen, Kitas, Schulen und Büros im Siemensstadt Square in Berlin-Spandau geplant. Nun wird gebaut. Das sind die Pläne.
Von
Jessica Neumayer
Spandau
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Siemensstadt Square Eingangsbereich

Startschuss am Siemensstadt Square in Berlin-Spandau: Das neue Stadtviertel mit Wohnungen, Kitas, Schulen, Gastronomie und Einzelhandel geht nun in die erste Bauphase.

Greenbox Landschaftsarchitekten / Siemens AG (Visualisierung)
  • In Berlin-Spandau entsteht das Stadtviertel Siemensstadt Square mit 2750 Wohnungen.
  • Der Bau beginnt nach fünf Jahren Planung, Abschluss für 2035 geplant.
  • Neuer Quartier umfasst Schulen, Kitas, Einzelhandel, Büros und Freizeiteinrichtungen.
  • Siemensbahn wird reaktiviert, autoarmes Viertel geplant.
  • Baukosten: 600 Millionen Euro; erste Bauarbeiten starten im Sommer 2024.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Noch begrenzen hohe Zäune das Industrieareal, große Hallen prägen das Bild, die sogenannte Siemensbahn fällt vor allem durch Rost und Graffiti auf. Doch in den kommenden elf Jahren soll die Siemensstadt in Berlin-Spandau komplett umgestaltet werden - zur "Siemensstadt Square". "Man muss ehrlich gesagt schon eine ganze Menge Vorstellungskraft mitbringen, um sich hier heute schon ein plastisches Bild von diesem Zukunftsort zu machen", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei der Grundsteinlegung für das neue Stadtquartier. Wann nun mit dem Bau begonnen wird und was passiert.

Gut zehn Jahre sind für das Bauprojekt in drei Abschnitten zwischen Rohrdamm und Nonnendammallee eingeplant. 2035 soll im östlichen Teil Spandaus ein neues, modernes, lebendiges Quartier entstehen.

Zu diesem gehören rund 2750 Wohnungen, die zu einem Drittel preisgebunden sein sollen.

Grundsteinlegung für Siemensstadt Square: 25.06.2024, Berlin: Roland Busch (l-r), Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler, und Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister Berlins, stehen zur Grundsteinlegung für Siemensstadt Square in Berlin-Spandau auf der Bühne neben dem "Schaukasten der guten Wünsche". Aus dem historischen Industriestandort der Firma Siemens wird dort ein neues Stadtquartier. Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Grundsteinlegung für Siemensstadt Square: Roland Busch (l-r), Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler, und Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister Berlins, stehen in Berlin-Spandau auf der Bühne neben dem "Schaukasten der guten Wünsche". Aus dem historischen Industriestandort der Firma Siemens wird dort ein neues Stadtquartier.

Annette Riedl/dpa

Innovatives Wohn- und Arbeitsviertel in Berlin-Spandau

Ebenso werden auf einem rund 80 Hektar großen Areal Büroflächen und Raum für den Einzelhandel geschaffen. „Das Bauvorhaben verkörpert den Wandel des traditionellen Industriestandorts zu einem attraktiven und innovativen Wohn- und Arbeitsviertel“, teilt Baustadtrat Thorsten Schatz anlässlich des nächsten Schrittes Richtung neuem Stadtquartier mit.

Nicht nur Einzelhandel und Gewerbe wird es auf der Fläche geben. Auch ein Bildungscampus ist geplant ‒ mit einer Grundschule, zwei Kitas, einer Jugendfreizeitstätte und einer Stadtbibliothek. Ein Familienzentrum sowie ein Seniorenclub werden ebenfalls errichtet.

Mobilitätskonzept und Meilensteine

Ebenso wie das Bauprojekt auf der Insel Gartenfeld ist auch das Siemensstadt Quartier als ein autoarmes Stadtviertel geplant. Das heißt, Fußgänger und Radfahrende haben Vorrang. Das Quartier selbst soll frei von Durchgangsverkehr bleiben. Die Reaktivierung der Siemensbahn und damit die direkte Anbindung an den öffentlichen Personalverkehr ist auch Teil des neuen Mobilitätskonzepts des Viertels.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Berliner Zukunftsort Siemensstadt Square nun mit der Baugenehmigung durch das Bezirksamt Spandau einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht hat", teilt Benjamin Melcher, Head of Development & Projects Siemensstadt Square, mit.

Die ersten Bauarbeiten für das 600 Millionen Euro teure Bauprojekt werden am östlichen Stadteingang des neuen Areals beginnen. Im Bebauungsplan sind für den Start ein Bürogebäude von 60 Meter Höhe und ein rund 20 Meter hohes Atriumsgebäude geplant. Spätestens im Sommer 2024 soll hierfür der Grundstein gelegt werden. Ein genaueres Datum konnte auf Nachfrage im Bezirksamt Spandau noch nicht mitgeteilt werden.

Ebenso Teil des Bauplans ist ein Informationspavillion, in dem sich Anwohnende und Interessierte über die Entwicklung des Stadtviertels informieren können.

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