Arbeitslosigkeit 2021
: Rathenow und Nauen - weiter starkes West-Ost-Gefälle im Havelland

Seit 1994 bilden die Altkreise Nauen und Rathenow eine havelländische Einheit. Geblieben sind die beiden Geschäftsbereiche der Agentur für Arbeit. Hier geht weiter ein Riss durch den Landkreis. Aktuell liegen Zahlen für den Monat September 2021 vor.
Von
René Wernitz
Rathenow
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Rathenow und Nauen: Die Agentur für Arbeit hat im Landkreis zwei Geschäftsbereiche. Die Arbeitslosenquote im Westen ist mehr als doppelt hoch als im Osten. (Symbolbild)

Sonja Wurtscheid/dpa

Die Agentur für Arbeit Neuruppin ist auch für den Landkreis Havelland zuständig. Gebildet Anfang 1994 aus den Altkreisen Rathenow im Westen und Nauen im Osten, besteht hier ein starkes West-Ost-Gefälle. Die Arbeitslosenquote ist in und um Rathenow mehr als doppelt so hoch als zwischen Nauen und Falkensee.

Höchstwerte im Jahr 1997: in Rathenow monatliche Arbeitslosenquoten um 26 Prozent

Sieben Jahre nach der wiedererlangten deutschen Einheit erreichte die regionale Arbeitslosigkeit ihren Höchststand. 1997 bewegten sich die monatlichen Werte im Nauener Geschäftsbereich um die 16 Prozent, im Rathenower Geschäftsbereich bei etwa 26 Prozent. Die  Quote für den Landkreis Havelland lag zu der Zeit bei durchschnittlich 20 Prozent.

Werte nun einstelligen Bereich - Havelland insgesamt bei aktuell 5,0 Prozent

Zwar sind die Werte seither in den einstelligen Bereich gesunken. Geblieben ist aber der deutliche Unterschied zwischen Ost und West. Aktuell beläuft sich die haveländische Gesamtquote auf 5,0 Prozent. Im Osten der Region, wo mehr als zwei Drittel der insgesamt etwa 167.000  Havelländer leben, liegt die Quote nun bei 3,7 Prozent. Im Westen beläuft sich der Wert auf 8,7 Prozent.