„Mobil im Havelland - Studie zur Bewegung und Mobilität von Menschen ab 75 Jahren im Havelland“, so lautet der Name eines aktuellen Projekts des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité in Berlin - in Kooperation mit den Havelland-Kliniken. Das Team um Prof. Dr. Paul Gellert als wissenschaftlichem Leiter ist seit dem Sommer auf der Suche nach passenden Rentnern. Die Rekrutierungsphase dauere bis mindestens Mitte 2022, wie Projektkoordinatorin Christine Haeger berichtet. 30 von 250 benötigten Probanden  hätte man schon.

Randomisierte Studie mit zwei Rentner-Gruppen

 Das Projekt sei als randomisiert, kontrollierte Studie angelegt, so Haeger weiter. Was heißt, dass zwei Gruppen gebildet werden sollen. Mitglieder der einen Gruppe erhalten zunächst Hausbesuch durch eine Physiotherapeutin, was im Fachjargon als mobilitätsfördernde Intervention bezeichnet wird. Die Mitglieder der anderen Gruppe bekommen  nur eine Gesundheits- und Bewegungsbroschüre. Dann werden Auswirkungen ermittelt.

GPS-Gerät ermittelt Bewegung außer Haus

In den ersten drei Monaten kommt es zu Befragungen aller Teilnehmenden und jeder erhält ein GPS-Gerät, mit dem die außerhäusliche Bewegung für jeweils sieben Tage gemessen wird. In den folgenden neun Monaten erfolgen lediglich zwei weitere kurze telefonische Befragungen. „Uns interessiert zum Einen die Ausgangssituation der Teilnehmenden sowohl auf persönlicher, sozialer als auch auf umweltbezogener Ebene und zum Anderen, ob die mobilitätsfördernde Intervention einen Effekt auf die Mobilität hat“, so Projektkoordinatorin Haeger.
Wer das junge Forscherteam aus der Charité unterstützen will, melde sich unter 030/450529225. Sofern Internet vorhanden, können die über 75-jährigen Havelländer auch per E-Mail an mobil-im-havelland@charite.de Kontakt aufnehmen. Eine ausführliche Online-Projektdarstellung findet sich hier.