Auf Beschluss der ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder finde am 10. September erstmals ein bundesweiter Warntag statt, worauf der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) hinweist. Diese Veranstaltung solle künftig einmal jährlich am zweiten Donnerstag im September stattfinden.
Gemeinsam mit den 16 Ländern, den Kreisen und Kommunen in Deutschland plane das Bundesamt für Bevöl­kerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter dem Titel "#Warntag2020" ein umfassendes Programm, mit dem der Bevölkerung das Thema "Warnung vor Gefahrenlagen und Umgang mit diesen Warnmeldungen" wieder nähergebracht werden soll, wie Tebling erläutert. Es solle ver­mittelt werden, warum Behörden Warnmeldungen verbreiten, vor welchen Gefahren gewarnt wird, wie die Warnung erfolgt und auf welchen Wegen Warnmeldungen empfangen werden können.
Ein zentrales Mittel der Bevölkerungswarnung in Deutschland ist das durch das BBK betriebe­ne Modulare Warnsystem (MoWaS). Laut Tebling soll am "#Warntag2020" um 11.00 Uhr die flächenhafte Auslösung aller Warnmittel in Deutschland wesentliches Element sein. "Hierzu werden Warntexte über das Modulare Warnsystem ausgelöst und damit auch erstmals seit Betrieb des Systems das Auslösen einer bundesweiten Warnmeldung und deren Umsetzung bis hin zu den Warnmultiplikatoren erprobt. Zugleich ist vorgesehen, dass auch auf kommunaler Ebene alle dort verfügbaren Warnmittel, etwa Sirenen, ausgelöst werden."
Die Aktion soll um 11.20 Uhr mit einer "Entwarnung" ihren Abschluss finden.