Ausstellung in Rathenow: Sankt-Marien-Andreas-Kirche zeigt Krippen aus aller Welt

Eine in Trier hergestellte Krippen-Szene, auch sie wird bis 10. Januar in der Rathenower Sankt-Marien-Andreas-Kirche gezeigt.
privatWie auf einer kleinen Bühne haben die Künstler eine Geschichte von der Geburt des Erlösers der Welt, Jesus Christus, um den Ort seiner Geburt in Bethlehem geschaffen. Die Wirklichkeit der Entbindung war sicher viel schlichter und von Not und Sorge getragen. Die Hirten haben sich in den kalten Winternächten in Höhlen mit ihren Tieren zurückgezogen und die Eingänge mit Fellen verhängt, sodass es nicht so kalt wurde. In Israel kann man solche Behausungen der Hirten noch finden. Man hatte in den Fels Metallringe eingeschlagen, um die Tiere dort anzubinden.
Es war aber doch keine normale Geburt. Maria war Monate zuvor ein Engel erschienen, der ihr die Geburt ihres Sohnes angekündigt hatte. Ein Stern, vielleicht eine Supernova, stand letztlich über dem Geburtsort. In den Schriften des Evangelisten Johannes heißt es: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat´s nicht begriffen.“
Drei Könige bzw. weise Männer, Sterndeuter oder Magier kamen und wollten dem neuen König der Juden huldigen. Sie waren dem Stern gefolgt, der ihnen den Weg nach Bethlehem zeigte. Und daraus ergab sich ein neuer Konflikt. Als die drei Männer beim Herrscher des Landes nachfragten, witterte König Herodes sofort Umsturzgefahr. Und abergläubisch wie er war, ließ er alle Neugeborenen in der Region umbringen.
Aber dieses Neugeborene entging der Tötung, weil seine Eltern sich sofort in Ägypten in Sicherheit gebracht hatten und erst nach Israel zurückkehrten, als König Herodes gestorben war. Und so ging es mit diesem Jesus Christus weiter, wie es sein Vater, Gott, wohl vorgesehen hat. Er starb letztlich für das Böse in der Welt und aus diesem Tod und seiner Auferstehung entstand eine neu weltumspannende Religion: das Christentum.
Daher feiern Christen mit dem Weihnachtsfest das Gedenken an die Geburt von Jesus Christus und damit den Beginn des Heils für die Welt und die Erlösung aller Menschen. Die mehr als 80 kleinen Kunstwerke im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche veranschaulichen einen wichtigen Aspekt des christlichen Glaubens. Die Ausstellung ist noch an diesem Samstag und Sonntag sowie an den Feiertagen zwischen 14.00 und 15.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Wer die Geschichte um die Geburt Jesus inszeniert erleben will, sollte sich Krippenspiele in Kirchen der Region ansehen. Zu Heiligabend gibt es solche in Göttlin (14.00 Uhr), Bützer und Möthlow (jeweils 15.00 Uhr), Steckelsdorf (15.30 Uhr), Stechow und Ferchesar (jeweils 16.00 Uhr), Vieritz und Buschow (jeweils 16.30 Uhr), Nennhausen (17.00 Uhr), Gräningen (17.30 Uhr) sowie Milow und Barnewitz (jeweils 18.00 Uhr).
Alle Gottesdiensttermine rund um Weihnachten, die im hiesigen Evangelischen Kirchenkreis Nauen-Rathenow angeboten werden, sind im Internet auf www.kirche-nauen-rathenow.de zu finden.