Wer am Sonntag gegen 17.00 Uhr auf das Wetterradar blickte, konnte erkennen, dass sich die über Rathenow liegende Gewitterzelle nicht weiter bewegte. Julian Werder von den Stormchaser Brandenburg erklärt dazu Folgendes. „Aufgrund fehlender Höhenwinde konnte das Gewitter keine Fahrt aufnehmen und blieb somit fast eineinhalb Stunden über der Stadt stehen. Dabei fielen enorme Regenmengen bis zu 70 Liter pro Quadratmeter“.

24 Einsätze bis 0.00 Uhr

Oliver Lienig, Ortswehrführer der Feuerwehr in Rathenows Kernstadt, berichtet: „Wir sind in der Zeit von 17.13 Uhr bis ca. 0.00 Uhr zu 24 Einsätzen gerufen worden. Die Feuerwehr war mit 48 Kameradinnen und Kameraden sowie 10 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden die Rathenower dabei von den umliegenden Ortswehren der Stadt.“

Blitze in Bäume eingeschlagen

Die Einsätze reichten von Überflutungen über vollgelaufene Keller bis hin zu Blitzeinschlägen in Bäume und umgestürzte Bäume. Priorität hatten jedoch die Rettungsstelle sowie der Fuhrpark des Rettungsdienstes in der Stadt Rathenow, der bei schweren Gewittern immer wieder unter Wasser steht. Verletzt wurde an diesem Unwettersonntag niemand, es blieb bei Sachschäden.