Mit der Bahn gelangen Tagestouristen bequem von und nach Rathenow und Nauen - auch an Wochenenden. Dagegen sind einige Gegenden des Westhavellands samstags, sonn- und feiertags vom Busverkehr komplett abgeschnitten. Temporäre Verbesserung verspricht auch 2022 die „Tourismus-Verbindung“ der Havelbus Verkehrsgesellschaft. Die rund 150 Kilometer lange Rundstrecke vereint ab 9. April wieder vier Buslinien.
Das Projekt erlebte in den Sommerferien 2021 ihre Premiere. Auf der Route liegen touristisch reizvolle Orte, die gerade an Wochenenden ohne eigenes Auto nur schwerlich zu erreichen sind. Mit der neuen Buslinie werde nicht nur ein Angebot für Menschen ohne Auto geschaffen, es soll auch dazu einladen, dass Auto einmal stehen zu lassen, hieß es im Vorjahr. „Wenn immer von Verkehrswende gesprochen wird, wir als Landkreis leben das vor“, hatte Landrat Roger Lewandowski (CDU) erklärt.
Die saisonale Verbindung wurde zum 25. Oktober wieder gekappt. Aktuell sagt Havelbus-Geschäftsführer Mathias Köhler: „Wir möchten alle Havelländer einladen, ihre wunderschöne Heimat mit den Linien der Tourismus-Verbindung noch besser kennenzulernen. Außerdem freuen wir uns natürlich über Tagestouristen sowie Urlauber, die sich vom Havelland verzaubern lassen wollen und umweltbewusst sowie kostengünstig den Havelbus anstelle des privaten Pkw für ihre Erkundungstouren nutzen wollen.“

Vier Buslinien und eine Rundtour zwischen Nauen, Friesack, Rathenow und Nennhausen

Die vier Linien 687, 680, 684 und 661 beschreiben ab kommenden Samstag erneut einen Kreis ab Nauen - über Friesack, Stölln/Rhinow und Großderschau, über Prietzen, Wolsier, Hohennauen, Rathenow und Nennhausen zurück nach Nauen - ohne eine klassische Rundtour zu sein. Zu den von Havelbus bis 6. November dieses Jahres angesteuerten Tourismus-Zielen gehört das Dorf Kleßen (Amt Rhinow) mit Badesee, Schloss, Spielzeug- und Kinderbuchmuseum. Es ist also in den kommenden Monaten auch an Wochenenden und Feiertagen wieder per Bus zu erreichen.