Christi Himmelfahrt
: 40 Tage nach Ostern

Von Christi Himmelfahrt mehr und mehr zum feuchtfröhlichen Männertag. Doch inzwischen geht es wieder gesitteter zu.
Von
Peter Wittstock
Havelland
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Historische Grußkarte.

Sammlung Wittstock

Das Fest fällt stets auf einen Donnerstag. An welchem genau Christi Himmelfahrt gefeiert wird, hängt vom jährlichen Datum des Osterfestes ab, das in den Zeitraum zwischen dem 22. März und den 25. April fällt. 50 Tage nach der Auferstehung, also zehn Tage nach Himmelfahrt, wird übrigens Pfingsten gefeiert.

Im Volk hat Christi Himmelfahrt längst an Bedeutung eingebüßt. Schon im 19. Jahrhundert entwickelte sich alternativ  der Vater– bzw. Herrentag, später in ostdeutschen Gegenden vornehmlich als feuchtfröhlicher Männertag begangen. Viele „Herren der Schöpfung“ nutzten den Anlass, sich gemeinschaftlich zu betrinken. Mit Alkohol beladene Bollerwagen oder Kremser mit singenden Gruppen sieht man auch noch im 21. Jahrhundert. Doch die Zeiten haben sich weiter geändert.

Zwar stehen auch noch heute am Feiertag vor vielen Restaurants zahlreiche Extra–Tische, und es ertönt Stimmungsmusik für die Besucher, aber Aufenthalte fallen deutlich kürzer aus als früher. Mehr und mehr wird Christi Himmelfahrt im Familienkreis begangen. Bei Picknicks oder Radtouren geht es in die Natur. Auch finden sich Gruppen von Männern und Frauen, die gemeinsam auf Achse sind. Szenen wie auf einer historischen Postkarte, sind eine eher selten gewordene Erscheinung. Ältere Frauen werden sich womöglich noch an die „wilden“ Jahre ihrer Männer erinnert fühlen.