Der stellvertretende Kommandeur des in Berlin ansässigen Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, Brigadegeneral Andreas Henne, hat am Donnerstag die im Corona-Einsatz befindlichen Angehörigen der Bundeswehr im Landkreis Havelland besucht. Henne ist bundesweit für die Verteilung der Einsatzkräfte zuständig. Begleitet wurde er durch Landrat Roger Lewandowski (CDU), Amtsärztin Dr. Anna Müller und Oberstleutnant Manfred Klitscher vom Kreisverbindungskommando vor Ort.

Rund 40 Bundeswehrangehörige im Gesundheitsamt tätig

Seit Ende September sind 30 Soldatinnen und Soldaten aus Brandenburg und Bayern im Gesundheitsamt tätig, das sich in Rathenow befindet, sowie in dessen Außenstelle in Falkensee. Sie agieren bei der Nachverfolgung von Corona-Kontaktpersonen. Ende Januar kamen noch einmal zehn Bundeswehrangehörige aus Sachsen-Anhalt dazu, die in Alten- und Pflegeheimen die Corona-Tests für Besucher durchführen.

Aufstockung der Einsatzkräfte

„Für uns steht die erforderliche Hilfeleistung für die Gesundheitsämter und in den Heimen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie - bei allen weiteren Aufgaben der Bundeswehr, wie auch die aktuellen Auslandseinsätze - an erster Stelle. Dies hat die Verteidigungsministerin gerade mit einer Aufstockung der bundesweit im Corona-Einsatz befindlichen Kräfte um 5.000 auf 25.000 noch einmal unterstrichen“, so Brigadegeneral Henne vor Journalisten.

Soldaten als Staatsbürger in Uniform

Er dankte auch Oberstleutnant Klitscher für die organisatorische Leistung vor Ort und lobte die gute Kooperation mit dem Katastrophenschutz vor Ort. „Die Soldaten wurden in den Behörden hervorragend aufgenommen, und sie leisten vor Ort eine vorzügliche Leistung. Das Leitbild der Soldaten als Staatsbürger in Uniform bekommt so noch einmal eine ganz greifbare Bedeutung.“

Noch bis mindestens Ostern

Laut Henne wird der Einsatz bis mindestens Ostern dauern. Er hofft, dass für die bisherigen Aufgaben auch zivile Kräfte geworben werden können, damit die Soldaten demnächst verstärkt in Impfzentren unterstützend tätig werden können.

Im Einsatz ein verlässlicher Partner

„Ich möchte das heutige Gespräch auch nutzen, um den Einsatzkräften der Bundeswehr entsprechend zu danken. Ohne deren Einsatz hätten wir als Behörde erhebliche Probleme im Bereich der Kontakt-Nachverfolgung und der Tests und somit bei der Bekämpfung der Pandemie. Die Hilfe erfolgt unbürokratisch, und die Bundeswehr ist im Einsatz ein verlässlicher Partner“, so Landrat Lewandowski, der betonte, dass sich der Landkreis nach Abschluss des Einsatzes der Bundeswehrkräfte noch einmal in entsprechender Form bedanken wolle.