Vor etwa einem Jahr, Mitte November 2020, lag die havelländische Sieben-Tage-Inzidenz etwa bei 60. Die Zahl bildet die Neuerkrankungen unter 100.000 Einwohnern binnen einer Woche ab. Schon in den nächsten Wochen schnellte die Inzidenz weit nach oben. Bis zum 22. Dezember 2020 war sie auf 205,5 gestiegen. Vom 11. Januar 2021 stammt der bislang höchste Wert im Landkreis Havelland. Die Inzidenz hatte sich seit Mitte November in etwa verfünffacht und belief sich nun auf 295,7.

Havelländische Inzidenz von 32,2 am 1. Oktober 2021 auf aktuell 222,8 gestiegen

Sollte das aktuelle Infektionsgeschehen eine ähnliche Dynamik entwickeln wie vor einem Jahr, müsste mit Werten um die 1.000 und mehr gerechnet werden. Zum Donnerstag, 11. November 2021, vermeldete der Landkreis eine Inzidenz von 222,8. Zu Monatsbeginn lag sie bei 154,8 und am 1. Oktober 2021 bei 32,2.

In Bayern sechs Landkreise über 900

Dass ein Wert von mehr als 1.000 keine Fiktion in Deutschland darstellt, offenbart der Blick in den Süden der Bundesrepublik. Am Donnerstag lag der bayerische Landkreis Rottal-Inn bei 1.140,4. Fünf weitere Landkreise in Bayern hatten Inzidenzen von mehr als 900 vermeldet. In Ostdeutschland belief sich der höchste Wert am frühen 11. November 2021 auf 886,3, vermeldet aus dem Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge.

Kreis Elbe-Elster bei 748,5 und Salzwedel bei 511,6

In Brandenburg hatte der Landkreis Elbe-Elster mit 748,5 die höchste Inzidenz. Zwischen diesem Landkreis und Berlin gelegen, belief sich der Wert in Dahme-Spreewald auf 384,3 und in Teltow-Fläming auf 277,5. In Sachsen-Anhalt wurde der höchste Wert von 511,6 aus dem Landkreis Salzwedel gemeldet.
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