Wegen Corona macht das Land Brandenburg den Heiligabend nach 2020 erneut zur großen Herausforderung. Dieser stellen sich nicht alle der evangelischen Kirchengemeinden im westlichen Havelland. In der Gemeinde Hohennauen mit den Dörfern Parey, Spaatz, Wassersuppe, Wolsier, Witzke und Hohennauen wird es am 24. Dezember 2021 weder Veranstaltungen in noch vor den Kirchen geben.

Neue Corona-Verordnung gilt seit 15. Dezember 2021

Gemeindepfarrerin Dorotha Klimmt verweist auf die komplexen Regeln, die das Land aufgestellt hat. Diese haben es tatsächlich in sich. Laut der seit 15. Dezember 2021 geltenden neuen Verordnung werden für religiöse Veranstaltungen (außerhalb und innerhalb) individuelle Hygienekonzepte benötigt. Diese sollen unter anderem die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und die Erfassung der Personendaten aller Teilnehmenden mittels Kontaktnachweis und die Einhaltung des Abstandsgebots gewährleisten. Mehr Informationen zur neuen Verordnung finden sich hier.

Ebenso keine Veranstaltungen in Kirchengemeinde Rhinower Ländchen

Abgewunken hatte bis Dienstag auch schon die Kirchengemeinde Rhinower Ländchen mit Stadt Rhinow, Prietzen, Gülpe, Strodehne, Stölln und Schönholz-Neuwerder. Laut Pfarrer Hardy Enseleit sind aber zu Heiligabend die Kirchen in Rhinow und Stölln von 15.00 bis 17.00 Uhr zumindest zum individuellen Besuch geöffnet.

Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde bittet um Anmeldungen

Zu den Gemeinden in der Region, die Heiligabend-Veranstaltungen angekündigt haben, zählt die Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde in Rathenow. Laut Pfarrer Jens Greulich wird um Anmeldungen zu den Gottesdiensten gebeten. „Diese sind zwar nicht notwendig, jedoch eine große Hilfe für uns. Wir wissen nicht, wieviele planen, die Christvespern zu besuchen. Unsere Plätze sind begrenzt aufgrund der Abstände. Im letzten Jahr gab es noch ausreichend freie Plätze“, so Pfarrer Greulich. Wenn es aber in diesem Jahr anders sei, könnte man rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um allen Zutritt zu den Christvespern zu ermöglichen.

Wo die 2G-Regel nicht angewendet wird

Egal ob drin oder draußen: „Alle Gottesdienste finden unter den geltenden Hygieneregeln statt: Abstand wahren, Mund-Nasenschutz und Dokumentation der Anwesenheit“, so Greulich weiter. Mit 2G-Regel finden die Christverspern in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche (17.00 Uhr) und der Lutherkirche (17.30 Uhr) statt, ebenso die Mitternachtsmesse ab 23.15 Uhr in der Lutherkirche. Die dortige Christvesper um 15.00 Uhr (vor der Kirche) ist keine 2G-Veranstaltung. Auch für die Christvesper um 16.00 Uhr in der Dorfkirche Semlin muss kein Nachweis erbracht werden, dass man geimpft oder genesen ist.