Das war ein Spektakel: Zur 15. Auflage des Drachenboot-Cups in Rathenow durchpflügten 23 Teams mit je 20 Besatzungsmitgliedern die Havel beim Optikpark. Hunderte Zuschauer säumten das Sportereignis im September 2019. Im Jahr darauf gab es wegen Corona keine Neuauflage.

Planungsunsicherheit zu groß

Marcus Liebert  ist Vorsitzender des Drachenboot-Havelland e.V. Beim gastgebenden Verein laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Wie  Liebert berichtet, saß  er unlängst mit Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) und Optikpark-Geschäftsführerin Kathrin Fredrich zusammen. Gemeinsam sei man zu dem Schluss gelangt, dass die Planungsunsicherheit auch im zweiten Corona-Sommer zu groß sei. Wie 2020 wird es daher auch im September 2021 kein Drachenboot-Cup in Rathenow geben.

Erstes Training Anfang Juni

Über aktuelle Unsicherheiten hinaus beklagt Liebert, dass in seinem Verein erst seit Anfang Juni wieder trainiert werden kann - nach neunmonatiger Corona-Zwangspause. Auch für den letzten gefahrenen Cup ging es bereits im April auf das Wasser - nicht nur für die Mitglieder des Drachenboot-Havelland e.V. Zahlreiche Teams, die private Gruppen und Firmen für sich bilden, hätten ebenso nicht ab April 2021 trainieren können.

Rückstand zu groß

Der Verein bietet anderen die Gelegenheit zum Training. 45 Euro kostet eine einstündige Trainingseinheit. Wie Marcus Liebert sagt, hätten manche Gruppen in den Vorjahren gleich zehn Einheiten absolviert. Neben dem allgemeinen sportlichen Rückstand fehlen dem Verein nun Einnahmen, die sonst in Drachenboot-Cup geflossen wären.
Der Vereinschef sieht beim Rathenower Breitensportereignis einen Standard erreicht, den er nicht durch abgespeckte Varianten gefährden will. Liebert will das Niveau unbedingt halten. Daher richtet er nun den Blick auf das Jahr 2022.