Nostalgie mit Zweitakt-Klängen: Unter rund 180 Fahrzeugen beim erstmaligen Zweitakt- und Ostfahrzeug-Treffen im havelländischen Jerchel (Milower Land) war auch ein früherer Trabant der Grenztruppen der DDR. Der heutige Besitzer, Steven Tebatoske aus Staffelde bei Stendal, sprach von rund 5000 Euro, die er für seinen NVA-Kübel hinlegte.

Trabant aus Insolvenzmasse erworben

„Das Fahrzeug habe ich vor fünf Jahren aus der Insolvenzmasse eines Handwerkers gekauft. Es stand als Ausstellungsstück eines Farben-/Lacke-Händlers“, so Tebatoske am Samstag, 11. September 2021. Trabants hätten in den letzten Jahren immer mehr Freunde gefunden. Besonders die Militär-Kübel-Fahrzeuge seien heute besonders teuer. Selbst für ein schrottreifes Fahrzeug könne man um die 3000 Euro bezahlen, wie der Kübel-Halter weiter berichtete.

Einst im Grenzstreifen bei Pößneck gefahren

Sein für 5000 Euro erworbenes Fahrzeug soll vor mehr als 31 Jahren im Grenzstreifen bei Pößneck (Thüringen) gefahren sein. „Ich habe es zwischen November 2016 und Juli 2018 komplett zerlegt und neu aufgebaut. Ich habe viel Wert auf die Details gelegt“, so Tebatoske. Eines dieser Deteils ist die Nachbildung einer AK-47-MPi, die in einer dafür vorgesehenen Halterung steckt. Auch die zwei Tarnaufsätze für die Scheinwerfer sind originale Stücke und kosteten 800 Euro. Steven Tebatoske: „So wie das Fahrzeug jetzt dasteht, ist es etwa 20.000 Euro wert!“