Die im Januar gestartete Umfrage zum kulturellen Nutzungsverhalten war Bestandteil der Erarbeitung eines Kulturentwicklungsplans, wobei es auch vier Workshops mit Kulturschaffenden, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Stadtverordneten gab. Der Plan wird wohl im Kulturausschuss am 16. Juni 2021 vorgestellt und in der Stadtverordnetenversammlung am 25. August beschlossen.

544 Teilnehmer an der Umfrage

„Die Umfrage lief erfolgreich. Von den 544 Umfrage-Teilnehmern waren 25 Prozent selbst künstlerisch aktiv. Am meisten beteiligten sich Frauen“, so  Rathenows Hauptamtsleiter Jörg Zietemann. Vom Alter her war die Gruppe der 35- bis 44- Jährigen am häufigsten vertreten. 58 ältere Leute beteiligten sich auf schriftlichem Wege an der Umfrage. 

Mangel an Festen und Open-Air-Veranstaltungen

Zu den am meisten besuchten Events in Rathenow gehören Feste und andere Open-Air-Veranstaltungen sowie Kino, Konzerte, Tanz bzw. Disko. 52 Prozent der Umfrageteilnehmer mangelt es noch an Musik und Konzerten, 49 Prozent wünschen sich mehr Feste und Open-Air-Events und 30 Prozent wollen mehr Tanz und Disco.

Kultur auch am Wolzensee

„In den Workshops wurden Wunsch und Bereitschaft zur besseren Abstimmung von Kulturschaffenden und -einrichtungen sowie der Wunsch nach verstärkter Kooperation von Kulturschaffenden mit Kitas und Schulen geäußert“, so Katrin Rentmeister vom Kultur- und Sportamt. „Auch werden Schülerdiscos vermisst. Bisher wenig genutzte Orte sollten stärker kulturell genutzt werden.“ Dazu gehören der Wolzensee, an dessen Ufer der Betreiber des Restaurants „Blockhaus“ bereits im Juli 2020 ein dreitägiges Rock-und-Klassik-Open-Air veranstaltete.

Mehr Angebote für Kinder bis 12 Jahre

Zu den erstmaligen Rathenower Kulturtagen 2020 wurde der Rideplatz erstmals mit einbezogen. „Der Rideplatz soll mit einer festen Bühne künftig stärker am Stadtfest teilnehmen. Auch soll der Wunsch nach mehr Angeboten für Kinder bis zwölf Jahre und Familien zum Stadtfest mit einem Familienbereich am August-Bebel-Platz umgesetzt werden. Dies wurde in der bereits laufenden Neuausschreibung für die Stadtfeste 2022 bis 2024 festgeschrieben“, so Rentmeister weiter. Zu Festen werden mehr Auftritte regionaler Künstler gewünscht sowie eine generelle qualitative Verbesserung des Stadtfestes, das vom 3. bis 5. September eine Neuauflage erfahren soll.  2020 fiel es wegen Corona aus, alternativ gab es die Premiere der Kulturtage.

Litfaßsäule auf dem Märkischen Platz

„Es gibt grundsätzlich ein großes und breites Angebot in der Stadt – wir müssen es nur bekannter machen“, meint Jörg Zietemann. Einige Vereine und Veranstalter müssten lediglich ihre Kommunikation verbessern. Demnächst soll eine Litfaßsäule auf dem Märkischen Platz über Veranstaltungen informieren. Zur besseren Kulturterminplanung dient auch die neue Internetseite der Stadt. Zur eigenen Information können sich Kulturschaffende dort auch für einen Newsletter anmelden.