Das Projekt „deutsch-deutscher Freundschaftsturm“ des DWAI e.V. aus Möthlow wurde ausgezeichnet. Darauf hat der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) aufmerksam gemacht. Der Politiker stammt aus dem nordwestbrandenburgischen Wahlkreis 56, zu dem auch das havelländische Amt Nennhausen gehört.
Der Verein hat sich am Ideenwettbewerb „Machen!2020“ beteiligt, den der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, in diesem Jahr wieder ausgerufen hatte.

50 Sieger unter 263 Teilnehmern

„Es ist toll, dass wir auch Preisträger aus unserer Region haben. Wenn man bedenkt, dass sich die Initiative gemeinsam mit etwa 50 weiteren Vereinen und Bewerbern unter 263 Einsendungen durchgesetzt hat und von einer Jury als Preisträger ausgewählt wurde, ist das eine sehr tolle Leistung in Möthlow, zu der ich herzlich gratuliere,“ so Steineke.
Die Jury hatte im 12. Oktober  die besten 50 Projektideen aus drei Kategorien ausgewählt, die mit Preisgeldern zwischen 5.000 und 15.000 Euro geehrt werden. Der DWAI e.V. erhält 5.000 Euro.

Ein Dorf ohne Kneipe

Was es mit seinem Freundschaftsturm auf sich hat, erklärt der Verein auf der Website https://dwai.de/deutsch-deutscher-freundschaftsturm/. „Möthlow ist ein kleines Dorf. Von außen betrachtet eigentlich nichts besonderes. Paar Straßen, Häuser, eine Kirche, kein Laden, keine Kneipe. Und dennoch mit einer lebendigen, vielfältigen, kleinen Gemeinschaft“, wie es dort heißt. Am Dorfrand neben dem Friedhof liege der Weinberg, eine künstliche Anhöhe aus den Zeiten um 1800, als Möthlow noch einen Lustgarten hatte. Der Weinberg sei ein beliebter Ort bei Einheimischen geblieben. Aber auch bei Touristen auf dem nahe am Dorf vorbei verlaufenen Havelland-Radweg.

Turm auf Weinberg mit Ausrichtung nach Westen

„Im Rahmen des Projekts wollen wir uns für den deutsch-deutschen Dialog stark machen und einen Aussichtsturm auf dem Weinberg bauen. Alle zusammen. Der Turm soll aus Holz gebaut werden und Richtung Westen zeigen“, wie weiter erklärt wird. Damit wolle man im übertragenen Sinne einen Partner im Westen „ersehen“. Auf dem Weinberg, unter dem Turm, soll eine Infotafel aufgestellt werden mit der Beschreibung des Projekts „Ein Turm rettet Deutschland“ und mit den Projektzielen. Zu diesen zählt ein zu findender Partnerort in den alten Bundesländern.