Fridays for Future
: Augenscheinlich mehr Erwachsene als Schüler beim Klimastreik in Rathenow

Teilnehmer hielten Klimaschutzwünsche in Kreide fest und sammelten Müll in Rathenow.
Von
Manuela Bohm
Rathenow
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Fridays-for-Future-Rednerin Emily Strehmel forderte Konsumeinschränkungen ein.

Manuela Bohm

Es machte den Anschein auf dem August–Bebel–Platz, als wären mehr Erwachsene dem Fridays–for–Future–Aufruf gefolgt als Schüler. „Wir als Erwachsene unterstützen die Jugendlichen von Fridays for Future. Sie an die Hand zu nehmen ist unsere Pflicht“, betonte Katetschen Bernd von der Rathenower Umweltschutzgruppe Stinknormale Superhelden. Neben einer Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen kam auch er auf dem Rednerpult zu Wort und erklärte, dass für ihn der Klimawandel schwer zu fassen sei. Greifbar sei für die Stinknormalen Superhelden, sich zu bücken und Müll zu sammeln.

Dazu waren die Teilnehmer im Anschluss an die Reden aufgerufen. Mit Karten, Müllbeuten und Handschuhen ausgestattet und in Gruppen eingeteilt, zogen die Demonstrationsteilnehmer durch Straßen der havelländischen Kreisstadt und sammelten Unrat ein. „Die Kritik von Erwachsenen wurde erhoben, dass nach unseren Demos die Stadt vermüllt aussehe“, erklärte Juma Missfelder, einer der jungen Organisatoren der Demo.

Mit Kreide konnten die Demo–Teilnehmer ihre Forderungen für den Klimaschutz und Wünsche für kommende Aktionen auf den Platz schreiben. Wer sich stärken wollte, konnte dies am selbst gebauten Stand, an dem veganer Kuchen gegen Spenden angeboten wurde. Das eingenommene Geld soll in die bessere Organisation künftiger Fridays–for–Future–Veranstaltungen in Rathenow fließen.